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TB Wülfrath erwartet zum Auftakt den Favoriten Kettwiger SV

Handball : TB Wülfrath erwartet zum Auftakt mit Kettwig einen dicken Brocken

Das Verbandsliga-Team des TBW zählt zu den ersten Mannschaften, die in dieser Saison um Punkte kämpfen. Erst in einer Woche geht es im Handball richtig los.

TB Wülfrath – Kettwiger SV. An diesem Wochenende starten die ersten Handballer in die neue Saison. Dazu zählt auch die Mannschaft des Verbandsligisten TB Wülfrath, der um 18 Uhr in der MTC-Halle (Fliethe) gleich einen dicken Brocken empfängt. Die Essener schlossen die Corona-Saison auf dem dritten Rang ab, während die TBW-Handballer Platz 13 belegten und damit den Klassenerhalt sicherten. Es war allerdings ein mühevolles Unterfangen – letztlich fuhr der Aufsteiger kurz vor dem Abbruch drei entscheidende Siege ein.

Jetzt aber wollen die Wülfrather den Verbleib in der Liga früher unter Dach und Fach bringen – und sind froh, dass es endlich losgeht. „Die Vorbereitung zieht sich“, stellt Stefan Graedtke fest. Bereits Anfang Juni begann die erste Phase. Nach zwei, drei Wochen Pause folgte die nächste. Für die Trainer ist es ein schwieriges Unterfangen, über drei Monate Konzentration und Motivation der Mannschaft hoch zu halten. Deshalb konstatiert Graedtke, der gemeinsam mit Christian Paul das Trainergespann des TBW bildet: „Die Jungs freuen sich auf den Start.“ Der wird allerdings vor magerer Kulisse als gewohnt über die Bühne gehen. Kommen normal 250 bis 300 Zuschauer zu den Heimspielen der Herrenmannschaft, so sind in diesen Corona-Zeiten nur 150 zugelassen. Dabei ist die Unterstützung der Fans beim Meisterschaftsauftakt besonders wichtig, denn Graedt­ke zählt die Gäste neben der SG Überruhr, der HSG Bergische Panthern II und TuS Lintorf zu den Top-Favoriten in der Liga. „Die vier machen den Aufstieg unter sich aus“, glaubt der frühere Regionalliga-Keeper.

Die Wünsche der Wülfrather liegen auf der Hand. „Wir wollen nicht so viele Verletzte wie im letzten Jahr und halten das auch für realistisch. Ein einstelliger Tabellenplatz zwischen vier und neun ist unser Ziel.“ Das geht der TBW mit nur zwei Neuzugängen an. Vom Oberligisten LTV Wuppertal kam der erfahrene Kreisläufer David Adolphs. Noch nicht ganz so lange spielt Alexander Everts Handball, doch Graedtke bescheinigt dem Rückraum-Linken: „In der Abwehr ist er super. Im Angriff kommt es ganz von allein – wenn er Sicherheit bekommt, ist er eine Waffe.“ Everts kommt übrigens leihweise für zunächst ein Jahr vom Liga-Rivalen SG Überruhr. Nach einem Kreuzbandriss will er beim TBW wieder zu alter Form finden.

Während die Wülfrather Abwehr in den Testspielen bereits kompakt agierte, fehlt es in der Offensive noch an der Durchschlagskraft. Kein Wunder, denn Hendrik Hanisch fiel verletzungsbedingt sechs Monate aus und auch Connor Nitzschmann muss sich erst wieder heranarbeiten. Dazu fiel auch Torhüter Kerim Genaehr (Knie) lange aus.