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Analyse: Taler Kicker seit Saisonende in Feierlaune

Analyse : Taler Kicker seit Saisonende in Feierlaune

Nach einer guten Hinrunde geriet der Aufsteiger noch einmal in die Bredouille und machte den Verbleib in der Fußball-Bezirksliga erst am Ende perfekt. Um so größer war der Jubel im Klub, der erstmals in dieser Klasse spielt.

Bis zum letzten Spieltag mussten die Bezirkliga-Fußballer des SCB Neandertal um den Klassenerhalt zittern. Dann machte die Elf von Ibo Cöl durch einen 4:0-Erfolg über den TSV Ronsdorf II alles klar und es begann ein Feier-Marathon. Zunächst direkt nach dem Abpfiff und dann besonders am vergangenen Samstag zum Saisonausklang des Vereins. "Ich glaube, ich war erst nach fünf Uhr morgens im Bett. Bei dem Grillfest ging richtig die Post ab", verriet Ibo Cöl schmunzelnd.

Dass der Klassenerhalt so ausgiebig gefeiert wurde, ist nachvollziehbar, denn viele Kenner der lokalen Sportszene hatten es dem SCB nicht zugetraut, das dem Klub angesichts der nicht gerade optimalen Vorzeichen der Klassenerhalt gelingt. Die Ballfreunde starteten mit fast dem gleichen Kader, der den Aufstieg von der Fußball-Kreisliga A in die Bezirksliga schaffte, in die Saison. Übrigens - in der mehr als 80-jährigen Vereinsgeschichte gehört der SCB erstmals der Bezirksliga an. Zudem stand von Beginn an fest, dass es sechs Absteiger geben wird. "Ich habe an meine Jungs geglaubt, denn ich kenne das Potenzial, das in ihnen steckt", lobt der Taler Coach. "Viele Spieler des Kaders habe ich bereits in der Jugend trainiert, " so Cöl. Er war elf Jahre Jugendtrainer, seit sechs Jahren ist er für die erste Mannschaft verantwortlich.

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Anfangs sah es nicht danach aus, dass der SCB auch in der kommenden Spielzeit der Bezirksliga angehören wird. Nach acht Spielen hatte der SCB gerade einmal zwei Punkte auf der Haben-Seite. Doch dann hatte sich das Team in der neuen Liga akklimatisiert und legte eine Serie mit zehn ungeschlagenen Begegnungen hin. Zur Winterpause stand der SCB auf einem Nichtabstiegsplatz. Im neuen Jahr lief es lange Zeit gar nicht gut für den Mettmanner Bezirksligisten. "Mir fielen verletzungsbedingt mehrere Stammspieler für längere Zeit aus. Das war nicht einfach zu verkraften", nennt Ibo Cöl den Grund.

Der SCB stand bis zum vorletzten Spieltag auf einem Abstiegsplatz. "Leider kamen wir auch bei den Schlüsselspielen gegen den SSV Sudberg und dem SC Sonnborn nicht über ein Remis hinaus", erinnert sich der Taler Übungsleiter. Erst durch den 2:1Erfolg beim SC Velbert II verließ der SCB am vorletzten Spieltag die Abstiegszone und schaffte zum Saisonabschluss den alles entscheidenden 4:0-Sieg über den TSV Ronsdorf II.

Die Verantwortlichen im Neandertaler Vorstand blicken nach vorn. "Wir sind mit drei, vier jungen Spielern im Gespräch, die zum Kader stoßen sollen", sagt Ibo Cöl. Bis auf Mathias Wojtaszek, der wieder zu den Mettmanner Kickers zurückkehrt, werde kein Spieler den Verein verlassen, erläutert der Trainer. Für Co-Trainer Meher Siala, der neuer Coach des ASV Mettmann II wird, übernimmt Alfred Ziegler das Amt des Assistenztrainers. "Alfred hat als Spieler Verbandsliga-Erfahrung und wird mir eine wichtige Stütze sein", erhofft sich Cöl einige Impulse.

Anfang Juli starten die Taler mit der Vorbereitung. "Da wir finanziell nicht auf Rosen gebettet sind und der Ascheplatz an der Gruitener Straße nicht unbedingt für etwaige Neuzugänge einen Reiz bietet, zum SCB zu wechseln, kann das erneue Ziel nur Klassenerhalt lauten, wobei ich nicht unbedingt eine Zittersaison wie die abgelaufene erleben möchte", gibt Cöl die Richtung vor.

(klm)