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Tabellenführer HSG Adler Haan verliert in Lobberich

Handball : Adler bekommen das Nervenflattern

Die Haaner Handballerinnen erwischten als Oberliga-Spitzenreiter in Lobberich einen schlechten Tag.

Erst am letzten Spieltag entscheidet sich, ob den Oberliga-Handballerinnen der HSG Adler Haan der nächste Aufstieg und damit der Durchmarsch in die Regionalliga gelingt. Überraschend verloren die Haanerinnen die Partie beim TV Lobberich mit 25:28. Nun braucht die Mannschaft am Sonntag gegen den Neusser HV (17 Uhr, Halle Adlerstraße) mindestens ein Unentschieden, um den Traum von der Regionalliga wahr zu machen.

In Lobberich stand das Team von André Wernicke etwas neben den Schuhen. „Vielleicht lag es daran, dass bei meinen jungen Spielerinnen angesichts des möglichen Aufstiegs die Nerven blank lagen“, vermutet der HSG-Coach. Hauptsächlich machte der ehrgeizige Trainer aber einen für die Niederlage verantwortlich, der dafür normalerweise am wenigsten kann. „Es hört sich sicherlich etwas merkwürdig an, aber uns hat weniger der Gegner, sondern der Ball besiegt.“ Diese Entschuldigung, die der Autor dieser Zeilen in bisher langjähriger Tätigkeit noch nie hörte, bedarf einer Erläuterung. „Der Ball war für meine Spielerinnen nicht richtig zu fassen. Wenn sie das Spielgerät dann doch fingen, hatten sie große Schwierigkeiten, beim Abspiel die Mitspielerin zu erreichen. Bei einem Wurf auf das gegnerische Gehäuse nahm der Ball zudem eine merkwürdige Flugbahn ein. In meiner langjährigen Tätigkeit als Trainer ist mir so ein merkwürdiger Ball noch nicht begegnet“, führte Wernicke aus. Es scheint so, dass Lobberich mit dem Ball, der von den Schiedsrichtern nicht beanstandet wurde, einen echten Heimvorteil hatte. Apropos Schiedsrichter: Damit hatte André Wernicke auch seine Probleme. „Ich habe schon bessere Leistungen von Unparteiischen erlebt. Meines Erachtens wurden wir bei einigen Entscheidungen klar benachteiligt.“ Der Haaner Trainer wollte die Niederlage aber nicht allein beim merkwürdigen Ball und beim Schiri festmachen. „Das wäre zu einfach“, sagte er und fügte hinzu: „Wir fanden über weite Strecken einfach nicht zu unserem Spiel und erwischten schlichtweg einen schwachen Tag. Das können wir bei Normalform alles viel besser.“

Von Beginn an fanden die Adler nicht richtig in die Begegnung und liefen zumeist einem Rückstand hinterher. Nach wenigen Minuten führten die Gastgeber bereits mit 4:0. Dann fingen sich die Haanerinnen und glichen mit einem Zwischenspurt zu 4:4 aus. Doch kontrollierte Lobberich die Partie und führte zur Pause mit 15:12. Auch nach dem Seitenwechsel lagen die Gastgeberinnen zumeist vorn, beim 20:20 schöpften die Haaner Verantwortlichen wieder Hoffnung. Lara Terhardt traf sogar zur 21:20-Führung (47.). In der Schlussphase setzte sich Lobberich jedoch wieder ab.

Haan: Siegmund, Kasper – Hölterhoff (5), Terhardt (3), Engel (6), Hoppe (4), Frenzel, Strelau (4), Karsch (1), Fagin (2), Weller.