Fußball: SV Nord startet in eine intensive Vorbereitung

Fußball : SV Nord startet in eine intensive Vorbereitung

Die Hildener Fußballer wollen den Verbleib in der Landesliga früh in trockene Tücher bringen.

Nach einer knapp siebenwöchigen Pause nahmen die Landesliga-Fußballer des SV Nord gestern Abend auf der Anlage an der Furtwänglerstraße das Training für den Meisterschaftsauftakt am 9. März auf. Erneut setzt Thomas Knüfermann auf eine kurze Vorbereitungsphase. "Fünf Wochen müssen reichen, sonst geht auch der Spaß verloren", erklärt der Hildener Trainer. Zugleich baut er auf die Vernunft seiner Spieler. "Alle haben für die Winterpause Aufgaben mitbekommen. Wer sie nicht gemacht hat, hat möglicherweise ein Problem", stellt er trocken fest. So sollten die Kicker zweimal die Woche mindestens eine halbe Stunde laufen, um die konditionelle Basis zu legen.

Mit von der Partie ist jetzt auch ein Neuzugang. Patrick Nowakowski ist ein Linksfuß, der defensiv auf der linken Seite agiert, aber auch im Mittelfeld zum Einsatz kommen kann. "Da brauchten wir unbedingt Ersatz", erklärt Knüfermann. Zumal sich der Kader des SV Nord mit Christian Köppen, der sich bereits im Laufe der Hinrunde verabschiedete, sowie den Brüdern Fabian und Pascal Kostkowski gleich um drei Akteure reduzierte. Doch es gibt auch einen Lichtblick, denn André Vink (Kreuzbandriss) meldet sich nach siebenmonatiger Leidenszeit zurück. Und Christopher Eckerth, der in Bonn studiert, steht in den nächsten Wochen ebenfalls wieder öfter zur Verfügung.

Spielerische Elemente sollen den Schwerpunkt der Vorbereitung bilden. "Konditionell sind wir in den Spielen nie eingebrochen – da haben wir ein Grundgerüst", betont Knüfermann. Dafür sieht der Norder Coach jedoch taktische Defizite. "Wir müssen die Fehler in der Rückwärtsbewegung ad acta legen, dadurch laden wir den Gegner zu sehr zu Gegentoren ein", sagt er. Trotz der eigenen Stärken in der Offensive stellt Knüfermann fest: "Ich möchte auch mal ein ruhiges 1:0 erleben."

Die individuellen Fehler sind erkannt, aber auch an der Einstellung der Akteure gilt es zu arbeiten. "Alle wollen in der Landesliga spielen, da müssen sie sich auch mal die Zeit für den Fußball nehmen", erklärt Knüfermann, der daher eine Trainingsabsage per SMS – heutzutage allzu oft der Fall – nicht akzeptiert, sondern auf die persönliche Ansprache setzt. Auch mit Blick auf die Rückrunde hat der Norder Coach eine klare Linie: "Wir brauchen uns vor keiner Mannschaft in der Liga zu verstecken. Die Niederlagen waren wir selbst schuld – und genau da müssen wir ansetzen." Und das Ziel formuliert er ebenfalls deutlich: "Wir werden alles dafür tun, nicht abzusteigen." In den Tests gegen den TSV Aufderhöhe (9. Februar), beim SV DITIB Solingen (23. Februar) und gegen die 1. SpVg. Solingen 03 kann sein Team dafür üben.

(RP)