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Fußball: SV Nord: Die Abstiegsangst nimmt zu

Fußball : SV Nord: Die Abstiegsangst nimmt zu

Im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Landesliga müssen die Hildener den nächsten herben Rückschlag verkraften. Das Kellerduell gegen die WSV-Reserve geht mit 2:6 verloren - und Abwehrchef Sven Köppen sieht die gelb-rote Karte.

Hilden-Nord - Wuppertaler SV II 2:6 (1:2). Nach der bitteren Niederlage sinken die Norder Chancen auf den Verbleib in der Fußball-Landesliga. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr des Klubs scheint die Mannschaft von Thomas Knüfermann den Gang in die Bezirksliga nicht vermeiden zu können. Denn die Leistung gegen die WSV-Reserve war keineswegs dazu angetan, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Zumal die Hildener die Begegnung nach der gelb-roten Karte für Sven Köppen in Unterzahl bestritten. Damit fällt der Norder Abwehrchef auf jeden Fall für das nicht minder wichtige Derby am Ostermontag (15 Uhr, Furtwänglerstraße) gegen den VfL Benrath aus. Nicht sicher ist auch der Einsatz von Dominik Donath. Der Kapitän knickte mit dem Fuß um und humpelte deshalb vorzeitig vom Feld.

Die kalte Dusche ereilte die Platzherren bereits in der dritten Minute, als Nils Nettersheim einfach mal aus 18 Metern abzog und der Ball zur Wuppertaler 1:0-Führung im Netz einschlug. Ein Weckruf für die Norder war der Rückstand aber nicht. Vielmehr sah die Abwehr auch beim nächten WSV-Treffer nicht wirklich gut aus. Bei einem umstrittenen Foul im Laufduell an der Seitenlinie kassierte Sven Köppen die gelbe Karte. Nach dem anschließenden Freistoß tankte sich Marcel Lange auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und spielte den Ball zurück auf Nettersheim, der unbedrängt auf 2:0 (11.) erhöhte.

Angesichts der vermeintlichen Fehlentscheidung zuvor war der Norder Frust groß. Immerhin rappelten sich die Gastgeber schnell wieder auf. Nach einem Freistoß von Chrisopher Nötza kam der Ball irgendwie zu Alessandro Aquila, der mit einem Fallrückzieher im Strafraum auf 1:2 (16.) verkürzte. Danach schöpften die Hildener wieder Hoffnung und verstärkten ihre Angriffsbemühungen. Die Chancen waren jedoch an einer Hand abzuzählen. So klärte Klafflsberger den Schuss von Aquila aus der Drehung (39.). Und dann lenkte der Schlussmann eine Volleyabnahme von Dominik Donath ins Toraus (43.). Nach der Ecke von Fadil Zabeli tropfte der Ball auf die Lattenoberkante.

Gleich nach dem Wiederanpfiff ließen die Norder aufhorchen. Tobias Böhm setzte Abdoulaye Kourouma in Szene, der mit einem strammen Schuss Klaffelsberger prüfte (46.). Auch eine Hereingabe von Nötza wehrte der Torwart nur mit Mühe ab, doch kein Norder stand parat, um nachzusetzen (52.). Auf der anderen Seite tauchte Michael Kluft gefährlich am kurzen Pfosten auf, aber Trunschke war auf dem Posten. Dann klärte die Wuppertaler Abwehr einen Freistoß von Zabeli nur unzureichend - und Kourouma versenkte den Ball flach ins rechte Eck zum 2:2 (55.). Nur zwei Minuten später klatschte ein weiterer Zabeli-Freistoß auf die Lattenoberkante. Besser zielte Deniz Dogan, der einen WSV-Freistoß über die Mauer hinweg genau in den rechten Winkel beförderte - die Gäste lagen wieder mit 3:2 (60.) vorne. Zabeli hingegen setzte den nächsten Norder Freistoß lediglich an den linken Pfosten (63.).

Der Knackpunkt der Begegnung folgte sechs Minuten später. Nach einem Foul von Dominik Donath zeigte die Unparteiische auf den Elfmeterpunkt. Der Hildener Kapitän sah dafür die gelbe Karte, während sich Sven Köppen wegen Reklamierens die gelb-rote Karte einhandelte. Dogan versenkte den Strafstoß mit Hilfe des Innenpfostens zum 4:2 (71.). Eine Entscheidung, die Trainer Thomas Knüfermann und Geschäftsführer Wolfgang Becker deutlich kommentierten - das Schiedsrichtergespann schickte die beiden deswegen hinter die Bande. In Unterzahl brachen in der Schlussphase alle Norder Dämme. Youssef El Boudihi (83.) und Kouadia Wilfried Taki (87.) erhöhten auf 6:2 und machten damit den dritten Sieg des WSV in Folge perfekt.

(RP)