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Leichtathletik: Stadtwerke fördern die LG

Leichtathletik : Stadtwerke fördern die LG

Das Hildener Unternehmen unterstützt die Leichtathletik-Gemeinschaft von HAT und TuS 96 finanziell. Ein besonderes Augenmerk gilt den Spitzenkräften Lena Schmidt, Sanaa Koubaa und Franziska Scheffler.

Hilden Bereits seit Anfang des Jahres treten Lena Schmidt, Sanaa Koubaa und Franziska Scheffler unter dem neuen Vereinsnamen LG Stadtwerke Hilden an. Jetzt ist die Partnerschaft der Leichtathletik-Gemeinschaft von HAT und TuS 96 auch offiziell besiegelt und der Sponsorenvertrag unterzeichnet.

Bereits seit mehreren Jahren unterstützen die Stadtwerke die LG. Nun unterstreicht Geschäftsführer Hans-Ullrich Schneider: "Das ist kein einmaliges Strohfeuer, sondern wir wollen die Entwicklung des Vereins langfristig fördern." Neu ist aber lediglich die Namensgebung, die mit einer höheren Förderung einhergeht und nun das Sponsoring auch ins öffentliche Bewusstsein trägt. "Ein Plus fürs Leben" heißt das Motto der Hildener Stadtwerke. Und Schneider findet: " Sport spiegelt die ganzen Aktivitäten der Stadtwerke wider."

Auch die Vereinsvertreter bewerten die Partnerschaft positiv. "Wir haben lange darum gekämpft, aber dann ging es ganz schnell. Wir sehen einer guten Zukunft entgegen", erklärt Wolfgang Tegeler, Schatzmeister des TuS 96. Und Sven Reuter, 2. Vorsitzender der HAT, betont: "Man kann nur den Hut ziehen, denn Leistungssport kann nur über externe Gelder und Sponsoren funktionieren und so bleiben die Leichtathleten Hilden erhalten."

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Nicht minder erfreut sind die Trainer der LG. "Damit haben wir noch mehr Planungssicherheit und können unserem Hauptsponsor endlich etwas zurückgeben", unterstreicht Wolfgang Kamps die Vorzüge der Zusammenarbeit, vor allem im Blick auf die Spitzenkräfte wie Lena Schmidt, Sanaa Koubaa und Franziska Scheffler, die alle Einzelverträge mit den Stadtwerken abschlossen. "Früher hatten wir einen Förderverein, aber da gab es immer viele Diskussionen – da haben wir uns aufgerieben. Jetzt ist es eindeutig und wichtig, dass anerkannt wird, dass einzelne Sportler gefördert werden." Kamps betreut Sanaa Koubaa, die erst vor kurzem über die 2000 Meter Hindernis auf Platz zwei in der deutschen Bestenliste stürmte und sich noch das Ticket für die Europameisterschaft sichern will.

Auch Tobias Kofferschläger, der nicht nur als Coach der LG fungiert, sondern zugleich Bundestrainer für den Frauen-Nationalkader über die 400-Meter-Distanzen ist, begrüßt die Einigung: "Es ist sehr schön zu sehen, als lokaler Verein in Hilden Förderer zu finden, die verstehen, wie Hochleistungssport funktioniert – den kann man eben nicht mal eben mit zwei Stunden Training pro Woche leisten." Den Übungsaufwand der Hildener Spitzenathleten beziffert er auf "zehn bis 14 Trainingseinheiten pro Woche, und das 52 Mal im Jahr". Der zeitliche Aufwand sei so hoch, dass "man neben Studium, Essen und Schlafen keiner anderen Tätigkeit nachgehen kann".

(RP)