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SpVg. Hilden 05/06 steckt in der Warteschleife

Fußball : Am Weidenweg gibt’s etliche Baustellen

Seit mehr als vier Jahren wartet die SpVg. Hilden 05/06 auf eine Modernisierung und Erweiterung des Kabinentraktes. Und jetzt ist auch noch der Kunstrasenplatz auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Die Mitglieder der SpVg. Hilden 05/06 haben allmählich die Nase voll, denn schon seit rund vier Jahren warten sie auf die Moderninsierung und Erweiterung des maroden und viel zu kleinen Kabinentraktes auf der Anlage am Weidenweg. Die aktuelle Sperrung des Kunstrasenplatzes wegen Rissen ist nur das i-Tüpfelchen auf den baulichen Stillstand in den vergangenen Jahren.

Die Anfänge des Projekts begleitete der frühere Süder Vorsitzende Ralf Tschaschler. Sein Nachfolger durfte im Februar 2016 jubeln, als der Sportausschuss der Stadt Hilden 1,545 Millionen Euro für einen Neubau am Weidenweg freigab. „Das ist eine tolle Nachricht für unseren Verein und vor allem für unsere Jugend“, freute sich Matthias Johannes. Ralf Scheib, Leiter des Gebäudemanagements, veranschlagte für die Bauarbeiten ein Jahr. Die Planungen waren allerdings nur fünf Monate später schon wieder Makulatur. Der Grund: Die Stadt hatte auf einmal finanzielle Schwierigkeiten, weil mit der Gewerbesteuer die wichtigste Einnahme weggebrochen war. So weit, so gut. Das Problem: Seither wartet die SpVg. 05/06, dass sich endlich was tut am Weidenweg.

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Das Verständnis der Mitglieder ist längst ausgereizt. Zumal die städtischen Entscheidungswege sehr lang sind, den Südern das Problem aber unter den Nägeln brennt. Zumal sich mit dem Auszug des bisherigen Platzwartes aus dem Bungalow, der direkt an der Anlage liegt und seit vergangenem Jahr leersteht, neue Möglichkeiten ergeben. „Wir würden den Bungalow gerne als Geschäftsstelle nutzen“, sagt Holger Reinders, Vorsitzender der SpVg. 05/06. Damit gäbe es mehr Raum für vier Umkleidekabinen und zwei Schiedsrichterkabinen, die dringend notwendig sind, um den Spielbetrieb vor allem der Jugend aufrechtzuerhalten. „Weil wir nicht genügend Platz hatten, mussten wir schon unsere Mädchenmannschaft nach Richrath gehen lassen“, stellt Reinders fest.

Momentan laufen die Planungen wieder von vorne an. „Der Neubau in der damaligen Größenordnung ist ad acta gelegt“, bestätigt Ralf Scheib. Zugleich berichtet der Leiter des Gebäudemanagements: „Wir haben den Auftrag erhalten, eine Konzeption zu erstellen, wie wir das Gebäude herrichten können, um für die Größe des Vereins mehr Platz zu bieten.“ Der leerstehende Bungalow, der nach vielen Jahren abgewohnt sei, biete neue Optionen. „Es gab einen Wasserrohrbruch, aber das haben wir im Griff“, beantwortet Scheib die Frage nach angeblichen Schimmelbefall. Ein Ergebnis des konzeptionellen Auftrags liegt noch nicht vor. „Die Machbarkeitsstudie ist die eine Sache, das andere ist die konkrete Planung“, ergänzt Scheib. Nach seinen Erfahrungen würden die Gelder für den Umbau frühestens 2020 in den Haushalt eingestellt. Für die Süder würde sich damit die Wartezeit um zwei weitere Jahre verlängern – den Sportlern wird damit extrem viel Ausdauer abverlangt.