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Skisport: Sportlicher Saisonstart für Skifahrer

Skisport : Sportlicher Saisonstart für Skifahrer

Bei der Skigymnastik von Mettmann-Sport machen sich Bergbegeisterte fit für die Abfahrt auf der Piste. "Schön locker laufen!", ruft Birgit Mentzel durch die Sporthalle an der Jahnstraße und klatscht zur Aufforderung in die Hände. Aus den Lautsprechern des CD-Spielers hinter der Trainerin ertönen rockige Rhythmen. Leise murmelnd und lachend setzten sich die Sportler in den farbenfrohen Trikots in Bewegung. Ihre Füße trappeln über den glatten Linoleumboden. "Die Arme auch mitbewegen", mahnt Birgit Mentzel und setzt sich selbst an die Spitze der Gruppe.

Sie gibt bei der Skigymnastik nicht nur die Kommandos, sondern ist selbst immer mittendrin. Obwohl sie zuletzt vor zehn Jahren auf zwei Brettern einen Berg hinuntergesaust ist, bereitet sie die leidenschaftlichen Wintersportler von ME-Sport auf die Saison vor. "Dabei lege ich viel Wert auf die Kräftigung der Skelettmuskulatur. Denn um einen Skitag durchzuhalten, müssen nicht nur die Oberschenkel, sondern der ganze Körper fit sein", betont die Trainerin mit dem langen dunkelblonden Zopf und der kräftigen Stimme.

"Dann tut Euch mal zu Zweit zusammen, stellt Euch an einem der Gummipads einander gegenüber und geht in die Knie", fordert Birgit Mentzel ihre Gruppe auf. Folke Döhler fasst seinen Partner an beiden Händen, macht einen Ausfallsschritt nach hinten, beide gehen langsam in die Knie. Sie schwanken leicht nach rechts und links, stützen sich gegenseitig. Die Gesichtszüge sind angespannt, die Konzentration darauf gerichtet, die Balance nicht zu verlieren. Die Beinmuskulatur tritt deutlich unter Folke Döhlers kurzen schwarzen Hosenbeinen hervor, als er sich gemeinsam mit seinem Partner wieder aufrichtet.

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"Früher haben wir beim Training viel für die Oberschenkel gemacht und sind vor allem in der Hocke durch die Halle gehüpft. Heute spielt auch die Balance eine wichtige Rolle", sagt Folke Döhler. Der Leiter der Skiabteilung geht von Oktober bis Ostern zur Gymnastik, um sich auf die Saison vorzubereiten. "Im Sommer gehe ich wandern, fahre Rad oder jogge, um mich fit zu halten." Der passionierte Skifahrer und -lehrer reist ein- bis zweimal im Winter in die Berge und merkt schon nach den ersten Abfahrten, den Erfolg der Trainingseinheiten im Tal. "Mittags brauche ich nicht unbedingt eine Pause. Den Skitag kann ich richtig genießen."

In der Halle gönnt Birgit Mentzel den Sportlern kaum eine Atempause. "Arme hoch und kreisen und die Beine mit dazunehmen. Rechts hoch und links", kommandiert sie. Mirjam Freiholz-Peplies hat manchmal Mühe, bei der schnellen Folge der Übungen mitzuhalten. Sie kreuzt die Beine, springt, landet, lässt ihre Arme durch die Luft wirbeln, dir Augen immer auf Birgit Mentzel gerichtet, die in der Mitte jede Bewegung vorgibt. "Noch fünf, noch vier, noch drei..." Sie lässt erleichtert die Arme sinken und wischt sich mit dem Ärmel ihres weißen Shirts den Schweiß von der Stirn. "Puhh", sagt sie außer Atem.

Jeden Winter holt sie sich bei der Gymnastik Kondition, Koordination und Körpergefühl für den Urlaub. "Dann kann ich mehr Kraft auf die Ski übertragen und besser mit den Männern mithalten", berichtet die 41-Jährige schmunzelnd. Seit 15 Jahren trainiert sie einmal in der Woche mit. "Es macht Spaß, aber ein bisschen Quälerei ist es auch. Doch gemeinsam mit meinem Mann kann ich mich aufraffen."

Im Rhythmus der Musik springen die Teilnehmer wie ein Hampelmann auf und ab. Dumpf landen sie mit den Turnschuhen auf dem Boden. "Und jett lauf auf der Stelle und rammt mal Eure Stöcke richtig in die Erde", ruft ihnen Birgit Mentzel zu und macht die Übung vor, die entfernt an Langlauf erinnert.

(domi)