Lokalsport: Sportler wenden sich gegen Rassismus

Lokalsport: Sportler wenden sich gegen Rassismus

Der Kreissportbund Mettmann sieht sich als Impulsgeber für die Vereine, die noch bis zum 25. März mit vielen Aktionen die Bedeutung von Integration unterstreichen wollen.

Vom 12. bis 25. März finden die internationalen Wochen gegen Rassismus statt. "Wir als Kreissportbund mit seinen vielen Sportvereinen beteiligen uns mit einigen Aktionen, um gemeinsam Flagge zu zeigen", betont Referent Simon Tsotsalas. Er verweist auf den Slogan der Aktion "No racism in ME". Der Kreissportbund führt die Aktion gemeinsam mit dem Kreisintegrationszentrum durch. "Es war das Kreisintegrationszentrum, das den passenden Slogan kreiert hat", ergänzt der KSB-Referent. Ziel dieser Aktion sei die klare Positionierung gegen jede Form der Infragestellung der Gleichwertigkeit aller Menschen. "Den Slogan haben wir als Kreissportbund bewusst aufgegriffen und in viele der sporttreibenden Vereine im Kreis Mettmann hineingetragen."

Simon Tsotsalas macht deutlich, dass sich der KSB nur als Impulsgeber sehe, während direkte Aktionen aus den Vereinen heraus kommen müssen. Da werden sich die Klubs sicherlich entsprechend positionieren. Unter anderem haben der VfB 03 Hilden, der TSV Gruiten, der Turnerbund Wülfrath, der 1. FC Wülfrath und Mettmann-Sport signalisiert, dass sie den Faden aufgreifen und sich sinnvoll einbringen wollen. Michael Weigerding, Geschäftsführer des Kreissportbundes, erinnert daran, dass sich eine Reihe von Sportvereinen beispielsweise beim Thema Flüchtlingshilfe eingebracht haben und den Flüchtlingen in den Sportvereinen eine Möglichkeit geben, sich sportlich zu betätigen. Das ist eine wichtige und bewährte Form der Integration", erklärt der KSB-Geschäftsführer.

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"Es haben schon über 40 Sportgruppen. Teams und Netzwerkpartner aus dem organisierten Sport im Kreis Mettmann ein Foto mit dem Banner ,No racism in ME' eingesendet und sich damit gegen Rassismus und Rechtsextremismus positioniert", berichtet Simon Tsotsalas, der federführend die Aktion begleitet. Er verweist darauf, dass mit dem offiziellen Beginn der "Wochen gegen den Rassismus" die eingesendeten Bilder auf der Homepage des Kreissportbundes veröffentlicht werden. Die Vertreter des Kreissportbundes machen deutlich, dass die Aktion des KSB eingebettet ist in einer landesweiten Bewegung. So werden beispielsweise vom Kreis Mettmann Brötchentüten mit der Aufschrift "Rassismus - Das kommt mir nicht in die Tüte" verteilt. Der Kreis Mettmann will damit dokumentieren, dass er für Vielfalt und Toleranz stehe. Auf den Tüten sind angeknabberte Schaumküsse abgebildet, die den Hinweis tragen "Von innen sind wir alle gleich."

(klm)