Lokalsport: Spitzenreiter Wülfrath hat alles im Griff

Lokalsport : Spitzenreiter Wülfrath hat alles im Griff

Die Oberliga-Handballerinnen konnten sich beim 29:19 gegen Schlusslicht Gräfrath sogar ein paar Experimente leisten.

TB Wülfrath - HSV Gräfrath II (Damen) 29:19 (13:11). Trotz des Zehn-Tore-Sieges über den Tabellenletzten HSV Gräfrath II war es für den Wülfrather Trainer Lars Faßbender nicht mehr als ein Arbeitssieg. "Das ist gar nicht despektierlich gegenüber HSV gemeint, aber es war auch in unserer personell schwierigen Situation mehr drin", fand Faßbender, der bei seiner Mannschaft sowohl im Angriff als auch in der Deckung gerne etwas mehr Geduld gesehen hätte. Obwohl die Partie vom Ergebnis her zunächst offen zu sein schien, mussten sich die Gastgeberinnen keine Sorgen machen. Daran änderte auch nichts, dass der mit Sonderaufgaben experimentierende Deckungsverbund zunächst die Achse Loreen Jacobeit/Franziska Penz bei den Gästen nicht in den Griff bekam. Doch nach der 13:11-Pausenstand klappten die Absprachen in der Abwehr besser und im zweiten Durchgang waren beim 19:15 (40.) früh die Kraftverhältnisse erkennbar. "Am Ende hatten wir vielleicht auch die zwei Spielerinnen mehr auf der Bank zum Wechseln", meinte Faßbender. Während der HSV am Tabellenende steht, liegt Wülfrath mit 32:2 Punkten klar auf dem ersten Platz. Mit etwas Glück und überlegten personellen Entscheidungen könnte daraus eine rosige Zukunft für die Wülfrather werden.

TBW: Nassenstein, Sklorz- Sippli (4), Gipperich, Hinnerkott (4), Steinhausen (3), Blume (5), Skafar (2), Buiting (4), Krohm, Buschhaus (4), Bloss (3), Chulina.

HSG Rade/Herbeck - Mettmann-Sport (Damen) 30:18 (11:11). Die Reise ins Bergische tat den Handballerinnen des Mettmann-Sport weh. Mit einer Niederlage in dieser Höhe hatte nach dem tollen 11:11 zur Halbzeit wohl keiner gerechnet. Dabei konnte das Team um Svenja Schulz die Angriffslawine der HSG Rade/Herbeck nach einem 0:3 (7.) noch bändigen und ausgleichen. Es entwickelte sich eine offene Partie, in der nach dem Treffer von Lena Schulze zum 11:10 sogar eine Pausenführung möglich war. Doch Rades Milena Mattyssek, mit zwölf Treffern beste Werferin auf dem Feld, glich noch aus - 11:11. Dann wies die sonst kompakte Abwehrformation Lücken auf, doch noch eklatanter war nun die Angriffsschwäche der Gäste.

Gleich beim Wiederanpfiff vergab ME-Sport mehrere große Chancen. Erst in der 40. Minute gelang ihnen der erste eigene Treffer in der zweiten der Halbzeit - und für den zweiten brauchten die Gäste weitere elf Minuten. Die Harmlosigkeit des Tabellenvorletzten spiegelt sich später auch in der Torstatistik wieder, denn die drei Rückraumspielerinnen Annika Thanscheidt, Aileen Fehlauer und Jana Bärz blieben ohne jeglichen Torerfolg.

Während sich Carla Beckmann durch die Partie quälte (früh umgeknickt), bekam Kim Spiecker von Beginn an eine besonders enge Bewachung zugewiesen. Dadurch entstand für die Mitspielerinnen eigentlich genügend Platz, aber bei bei den verunsicherten Mettmannerinnen klappte nichts mehr. Wie ME-Sport (Rang 13/8:26 Punkte) die kommende Aufgabe gegen den Zweiten Fortuna Düsseldorf bewältigen kann (Samstag, 16.30 Uhr), steht noch in den Sternen.

ME-Sport: Kapune, Giebisch - Bärz, Thanscheidt, Beckmann (3), Ellinghaus, Schulz (2), Stockhecke (1), Fehlauer, Heidkamp (1), Schulze (2), Spiecker (9/5).

(erd)
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