Handball: Spitzenreiter TB Wülfrath besiegt auch den Angstgegner

Handball : Spitzenreiter TB Wülfrath besiegt auch den Angstgegner

Trotz des Ausfalls von zwei Stammkräften fegen die Oberliga-Handballer den SV Straelen mit 40:27 aus dessen Halle.

SV Straelen - TB Wülfrath (Frauen) 27:40 (16:20). Die TBW-Handballerinnen haben in dieser Saison wirklich einen guten Lauf. Jetzt fertigte die Mannschaft von Lars Faßbender in der Oberliga auch Angstgegner Straelen ab - und der Trainer strahlte übers ganze Gesicht. "Ich bin rundum zufrieden. Wir haben absolut deutlich und auch in der Höhe verdient gewonnen", sagt er. Allerdings fand der kritische Coach dann doch noch einen Wermutstropfen. "27 Gegentore sind schon etwas viel." Kurz danach relativierte Faßbender aber schon wieder: "Wir hatten uns 25 zum Ziel gesetzt, jetzt sind es zwei mehr - das ist Klagen auf hohem Niveau." Denn fest steht: Wenn die Wülfratherinnen so weiter marschieren, spielen sie nächste Saison in der neu entstehenden Nordrheinliga.

Bis dahin sind aber noch 16 Begegnungen zu absolvieren, und deshalb wird Faßbender nicht müde, auf die Euphoriebremse zu treten. Gleichwohl registriert der Trainer erfreut, dass der Vorsprung seiner Mannschaft an der Tabellenspitze nun fünf Zähler beträgt, da die Turnerschaft St. Tönis am Samstag Treudeutsch Lank mit 25:35 unterlag.

Die Leistung der Wülfratherinnen ist um so beachtlicher, da sie ohne Kristin Gipperich (Urlaub) und Lena Heider (Bänderriss) antraten. Dazu erwischte der TBW einen schlechten Start, sah sich zunächst mit 6:9 (15.) im Hintertreffen. Lars Faßbender nahm seine erste Auszeit und fortan lief es besser. Sein Team erzielte fünf Tore in Folge und übernahm mit 11:9 (18.) das Kommando. Bis zur Pause bauten die Gäste den Vorsprung noch etwas aus.

Gleich nach dem Wiederanpfiff erhöhte Kirsten Buiting auf 21:16. Trotz zweier Zeitstrafen für Straelen schafften es die TBW-Handballerinnen zunächst aber nicht, sich deutlicher abzusetzen. Das gelang erst nach dem 26:22 (42.), als das Faßbender-Team erneut fünf Tore hintereinander zum 31:22 (48.) erzielte. Diesmal hatte der Straelener Trainer Redebedarf. Seine Auszeit vermochte aber die Offensive der Gäste nicht mehr entscheidend zu stören. Kurz vor dem Ende erhöhte Stefanie Hinnerkott sogar auf 40:26.

"40 Tore sind schon eine Hausnummer", ist Faßbender von der Offensivleistung seiner Mannschaft angetan. Und ergänzt: "Wir hatten großen Respekt vor Straelen, aber momentan haben wir einfach das Selbstvertrauen." Dadurch behielten die Wülfratherinnen auch mit einer kleinen Besetzung die Oberhand. "Körperlich ist die Mannschaft fit, steckt deshalb auch die Ausfälle gut weg", lobt Faßbender. Die nächste Herausforderung wartet auf den Spitzenreiter am Samstag. Dann kommt die HSG Radevormwald/Herbeck in die Fliethe.

TB Wülfrath: Nassenstein, Sklorz, Schiffmann - Sippli (1), Steinhausen (9), Blume (9), K. Buiting (7), Hinnerkott (5), Skafar (3), Buschhaus (1), Stausberg (5/3).

(RP)
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