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Fußball: Sieg über den Spitzenreiter

Fußball : Sieg über den Spitzenreiter

Der 1. FC Wülfrath hat in der Fußball-Niederrheinliga in der Partie gegen den FC Kray den längeren Atem. Innenverteidiger Ivan Simic erzielt das entscheidende Tor zum 1:0-Erfolg erst kurz vor dem Abpfiff.

1.FC Wülfrath — FC Kray 1:0 (0:0) Es war die 90. Minute: Schiedsrichter Andre Berger zeigte vier Minuten Nachspielzeit an. Der aufgerückte Innenverteidiger Ivan Simic schnappte sich das Leder, um einen Freistoß auszuführen. Aus 35 Metern hämmerte Simic das Leder in den rechten oberen Winkel. Der Jubel der Wülfrather Fans kannte keine Grenzen.

Als wenig später Torwart Marcel Grote bei einem Schuss aus kurzer Distanz glänzend reagierte, war der überraschende Erfolg des FCW über den Spitzenreiter der Fußball-Niederrheinliga perfekt. "Das müsste reichen, das müsste reichen", rief Michael Massenberg euphorisch. Der Vorsitzende geht davon aus, dass die Wülfrather bei zwei noch ausstehenden Begegnungen die Qualifkation für die Oberliga geschafft haben.

CoTrainer Stanislav Tesic strahlte nach dem Sieg und meinte voller Ironie. "Ivan Simic wusste gar nicht, wohin er den Ball spielen sollte. Da hat er die alte Fußballweisheit genutzt: Wenn du nicht weißt, wohin mit dem Ball, dann schieß ihn einfach ins Tor." In der Analyse unterstrich Tesic, dass die Wülfrather die taktische Vorgabe von Frank Kurth optimal umsetzten. "Wir wollten tief stehen und über gelegentliche Konter zum Erfolg kommen. Der gesamten Mannschaft gebührt ein großes Lob, denn sie hat gegen den Favoriten spielerisch und kämpferisch alles gegeben und ist dafür belohnt worden."

Vor dem Anpfiff wurde das Trainergespann Frank Kurth und Stanislav Tesic vom Vorsitzenden Michael Massenberg verabschiedet. Sie erhielten je einen Blumenstrauß und einen Vereinswimpel. "Es waren fünf schöne Jahre mit Euch. Ihr seid ein engagiertes und erfolgreiches Trainergespann gewesen, dass sich viel Vertrauen bei den Spielern, dem Vorstand und den Fans erworben hat", betonte der FCW-Chef. Obwohl noch ein Heimspiel aussteht, nahm er bereits die Verabschiedung vor. "Das ist heute bei toller Zuschauerkulisse und gegen den Spitzenreiter der richtige Rahmen."

Die mit vielen lautstarken Fans angereisten Krayer begannen von Beginn an offensiv und drängten auf einen frühen Treffer. Die gut gestaffelte FCW-Deckung ließ aber kaum was zu, so dass die Essener selten gefährlich vor das Wülfrather Gehäuse kamen. Wenn es ihnen gelegentlich doch gelang, war Marcel Grote auf dem Posten. Der FCW konterte nur ab und an, hatte aber durch Carlo Cavalieri bis zum Halbzeitpfiff zwei gute Chancen.

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Gäste ihre Angriffsbemühungen. Die Wülfrather Defensivabteilung musste Schwerstarbeit verrichten. Dies gelang der Viererkette um Abwehrchef Martin Haschke aber eindrucksvoll. Zudem unterstrich Marcel Grote, das er zu den besten Torhütern der Niederrheinliga gehört. So entschärfte er einen platzierten Kopfball von Soufian Rami aus fünf Metern mit einen tollen Reflex (65.). Und dann war er bei einen strammen Distanzschuss erneut auf dem Posten (87.), ehe er in der Nachspielzeit seine Mannschaft mit einer super Parade vor dem Ausgleich bewahrte.

(klm)