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Tanzsport: Schwungvollen Schrittes in die Oberliga

Tanzsport : Schwungvollen Schrittes in die Oberliga

Drei Jahre nach ihrer Gründung gelang der Lateintanz-Formation von Blau-Weiß Hilden der ganz große Wurf.

Lateinamerikanische Rhythmen, eine ausdrucksvolle Choreographie und ganz viel Teamgeist haben die Formation von Blau-Weiß Hilden Schritt für Schritt ihrem großen Ziel näher gebracht. Nach drei Jahren harter Arbeit ist die Mannschaft in die Oberliga aufgestiegen. "Das ist eine Herausforderung, auf die wir lange gewartet haben und die wir gerne annehmen", sagt Katrin Hünnebeck. Die Tänzerin hofft, dass sie den Schwung aus der vergangenen in die neue Saison mitnehmen können. "Da haben wir gleich beim ersten Turnier 25 Mal die Eins bekommen. Mehr kann man nicht abräumen. Es war bombastisch und durch diese Erlebnisse sind wir noch enger zusammen gewachsen."

Den Zusammenhalt beschwört auch ihr Partner Patrick Sluga. "Alle sind untereinander befreundet und wir machen auch außerhalb der Fläche viel zusammen. Es ist schon weit mehr als ein Hobby, es ist eine Lebenseinstellung", betont der 18-Jährige. Ihm ist bewusst, dass sich das Training in Zukunft noch intensiviert. "Vieles ist dann Detailarbeit. Wir kennen die Figuren, wir wissen, was Bilder sind, doch unser Niveau müssen wir noch deutlich steigern, damit wie in der Oberliga mithalten können."

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Welche Gegner dort auf sie warten, wissen die Hildener noch nicht und selbst die eigene Mannschaft muss sich neu formieren. Denn nicht alle gehen den Weg in die nächsthöhere Klasse mit. Hannah Hagemann und Stephan Jenken möchten sich beispielsweise ganz auf ihre Karriere im Einzel konzentrieren. "Es fällt uns zwar sehr schwer, die Formation zu verlassen, weil wir wie eine Familie sind, doch beides ist uns auf Dauer zuviel", betont Hannah Hagemann. Die 17-Jährige ist ehrgeizig. Sie möchte mit ihrem Partner in die A-Klasse Latein aufsteigen. "Das Fernziel ist der Sprung in die S-Klasse und vielleicht sogar international mitzutanzen. Ich bin noch jung, ich könnte das schaffen."

Stephan Jenken bremst den Elan seiner Partnerin etwas. "Das werden wir erst noch sehen", sagt der 22-Jährige. Doch auch er wünscht sich mehr Freiheiten im Training abseits der festgelegten Choreographie. "Da haben wir im Einzel mehr Möglichkeiten. Das ist auch anspruchsvoller." Dennoch fällt auch ihm der Ausstieg schwer. "Die Turniere waren ein unglaubliches Erlebnis und die Stimmung auch intern etwas ganz Besonderes."

Ersatz für die beiden zu finden, ist keine einfache Aufgabe, doch Maximilian Görtz ist zuversichtlich, dass sich bis zum Saisonstart ein leistungsfähiges Team auf dem Parkett zusammen findet. "Im vergangenen Jahr sind wir auch zunächst mit vier Paaren ins Training gegangen und später mit acht Paaren auf den Turnieren gestartet." Schwierig sei es lediglich, genügend Herren für eine erfolgreiche Formation zu finden. "Mindestens zwei bräuchten wir noch. Wir freuen uns, über jeden, der kommt. Doch es wäre schon gut, wenn die Neuen ein gewisses Rhythmus-Gefühl mitbringen und schon mal eine Rumba getanzt haben", sagt Maximilian Görtz.

Er hofft darauf, dass die jüngsten Erfolge und der Aufstieg in die Oberliga anziehend wirken. "Wir haben beispielsweise bereits einen Herren dazu bekommen, der vorher in der ersten Bundesliga war. Ihn haben unser Teamgeist, unsere spritzigen Kostüme und die etwas andere Choreographie überzeugt", betont der 22-Jährige. Gemeinsam mit seiner Partnerin Franziska Leopold hatte er vor drei Jahren die Idee, eine Formation zu gründen. "Wir haben mit drei Paaren angefangen und uns seitdem stetig gesteigert", berichtet die Hildenerin. Sie möchte für die kommende Saison vor allem ihre Technik weiter verbessern und an Feinheiten arbeiten. "Die Erfolge haben dazu richtig angespornt."

Die Trainerin kann es ebenfalls kaum erwarten, im September mit den Vorbereitungen zu beginnen. Sie hat bereits zahlreiche Ideen für die neue Choreographie. "Je mehr die Paare wachsen, umso eher kann ich experimentieren und Dinge ausprobieren", sagt Tanja Mielke. Sie ist von der Entwicklung der Mannschaft begeistert. "Die Leistungskurve ist steil nach oben geschnellt und alle sind hochmotiviert." Was das Team in der Oberliga leisten kann, ist schwierig einzuschätzen. "Doch es wäre mein Wunsch, dass es weiter nach oben geht."

(domi)