Tennis : Schweißtreibende Matches

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen am Wochenende bringt der TC Stadtwald Hilden das DTB-Ranglistenturnier für Senioren gut über die Bühne. "Viel trinken und schnell gewinnen" lautet das Motto bei den Finals am Sonntag.

Hilden Klaartje van Baarle war auch in diesem Jahr mal wieder der absolute Star im Damen-Feld des Daihatsu-Cups. Die zierliche Belgierin (DTB-A 1), die in der Regionalliga für den TC Blau-Weiß Neuss aufschlägt, ist in der Weltrangliste der Damen 45 an Nummer drei positioniert. Und auch diesmal zog die 47Jährige Zuschauer und Gegner gleichermaßen mit ihrem Power-Tennis in den Bann. Davon wusste auch Birgit Hermes (DTB-Y 1179, TC Stadtwald) zu berichten, die im Viertelfinale der Damen 40 mit 0:6 und 0:6 den Kürzeren zog. Trotzdem befand die Hildenerin: "Es war toll und ein nettes Erlebnis." Hermes war mit ihrem eigenen Spiel durchaus zufrieden, berichtete aber lachend: "Man wundert sich schon , wenn die eigenen guten Bälle doppelt so schnell wieder zurückkommen." Die 50-Jährige nahm die deutliche Abfuhr nicht weiter tragisch: "Klaartje ist ja total nett — und die Zuschauer waren alle auf meiner Seite." Die Überlegenheit der Titelverteidigerin bekam im Finale der Damen 40 auch Angela Eberlein (DTB 40, TC BS Düsseldorf) zu spüren, die in der ITF-Liste auf Platz 196 steht. Wenigstens hole die Düsseldorferin vier Spiele, unterlag aber letztlich mit 2:6 und 2:6.

 Thomas Emmrich verteidigte den Titel bei den Herren 55.
Thomas Emmrich verteidigte den Titel bei den Herren 55. Foto: Staschik
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In der Konkurrenz der Damen 50 dominierte mit Lyn Mortimer (DTB-A 1) ebenfalls eine Weltenbummlerin. Die Australierin, die in diesem Jahr mit ETuF Essen die Westdeutsche Mannschaftsmeisterschaft feierte, gewann das Endspiel gegen Jutta Bökmann (DTB 11, TC Rheinstadion) mit 6:2 und 6:4.

Spannende Begegnungen gab es in den Herren-Wettbewerben. So musste Jan Stremmel (DTB 13, TG Gürzenich Wald) in der gut besetzten Konkurrenz der Herren 45 Schwerstarbeit leisten, ehe er sich die Krone aufsetzen konnte. Oliver Prätorius (DTB 35, TV Burgaltendorf) zwang den Vizemeister des vergangenen Jahres im Halbfinale in den Matchtiebreak — am Ende zog er mit einem 6:7, 6:1, 10:8-Erfolg ins Finale ein. Dort behielt der 45-Jährige mit 6:1 und 6:2 die Oberhand über Axel Kurz (DTB 37, Barmer TC).

Als Seriensieger setzte sich Norbert Henn (DTB 1, Lingener TV) im Feld der Herren 50 zum dritten Mal in Folge die Krone auf. Und im nächsten Jahr will der Amberger wiederkommen. "Die familiäre Atmosphäre macht sehr viel Spaß", sagt er. Das gilt auch für Horst Kampschulte (DTB 18, TC St. Mauritz). Für den 57-Jährigen war das Endspiel der Herren 55 gegen Thomas Emmrich (DTB 4, TC Johannesberg) angesichts der hochsommerlichen Temperaturen am Sonntag eine schweißtreibende Angelegenheit, die in einer 2:6, 1:6-Niederlage endete. "Mein Ziel war, das Finale zu erreichen, deshalb bin ich zufrieden", bekannte Kampschulte. Emmrich hingegen war platt. "Da bin ich gerade noch einmal von der Pfanne gesprungen", sagte er, als er endlich den Sieg einfuhr. Denn in den letzten beiden Spielen kämpfte der Trainer des TC Stadtwald Hilden plötzlich mit Kreislaufproblemen, gab deshalb seinen eigenen Aufschlag, der bei einer 5:0-Führung im zweiten Satz zum Titel führen sollte, nach fünf vergebenen Matchbällen aus der Hand. "Da wurde ich auch nervös", gestand der vielfache DDR-Meister. Und raffte sich dann noch einmal zu einer Energieleistung auf, um Kampschulte entscheidend zu breaken.

(RP/ac)