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Reitsport: Reitturnier: Prüfungen in allen Klassen

Reitsport : Reitturnier: Prüfungen in allen Klassen

Von der Führzügelklasse mit Kostüm über das Stafettenspringen bis hin zur M-Dressur und zum M*-Springen - das Turnier auf der Anlage Gut Heide in Erkrath bietet viele Reize für Anfänger und Fortgeschrittene.

Sport, Show und Spaß sind im Programm des Reitturniers auf Gut Heide geschickt miteinander verwoben. Teilnehmer und Zuschauer sollen nicht nur für eine Prüfung anreisen, sondern auch abseits von Viereck und Parcours auf Entdeckungsreise gehen und sich auch mal entspannt zurücklehnen können. "Wir möchten neben Reitsport-Begeisterten auch Familien und Ausflügler einladen, am Wochenende bei uns vorbeizuschauen. Gleichzeitig sollen die Reiter Gelegenheit bekommen, über den Tellerrand zu schauen und andere Varianten des Pferdesports kennen lernen", sagt Karin Hanten. Die Organisatorin hat sich viel Mühe gegeben, die Ausschreibung möglichst abwechslungsreich zu gestalten.

Sportlicher Höhepunkt ist neben der M-Dressur am Samstag das M*Springen mit Stechen am Sonntag. Dafür haben zahlreiche Reiter aus der Region wie die beiden Mettmanner Simon Berchem und Thomas Kögler, Felix Buch vom Erkrather Uhlenhof und Elisabeth Zeitz genannt. "Sie gibt hier auf unserer Anlage auch Unterricht. Aus unserem Stall ist außerdem Stefani Harmsen dabei, der wir natürlich alle die Daumen drücken", sagt Karin Hanten.

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Sie hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, um Sportler und Zaungäste schon vor dem Start gehörig in Fahrt zu bringen. Auf heißen Rädern zeigen fünf national und international erfolgreiche Zweispänner-Piloten, wie viel Kraft und Energie in ihren zwei PS steckt. Sie demonstrieren zunächst einige Dressurlektionen und geben dann in einem Hindernis-Parcours richtig Gas. "Da soll der Sand von den Kutschenrädern ins Publikum spritzen", sagt Karin Hanten. Sie freut sich selbst auf die rasante Vorstellung. Die Idee dazu kam ihr im vergangenen Jahr im Gespräch mit dem Turniersprecher Kurt Becker. "Er ist eigentlich Moderator beim NRD, fährt aber auch selbst und hat viele Kontakte in die Szene." Im Anschluss an den Wettkampf auf vier Räder ist auch eine Siegerehrung geplant.

Auf einen Platz in der Ehrenrunde hoffen auch die Nachwuchsstarter des Reiterwettbewerbs mit zwei Sprüngen. Sie müssen dafür jedoch nicht nur in den drei Grundgangarten Schritt, Trab, Galopp im Sattel eine gute Figur machen, sondern auch zwei Hindernisse fehlerfrei überwinden. "Das ist ebenfalls eine neue Prüfung, die eine Alternative zum Springreiter-Wettbewerb ist und etwas die Vielseitigkeit fördern soll. Nach den Nennungszahlen kommt das auch gut an."

Den Teamgeist zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen soll das Stafettenspringen fördern. Eine Staffel besteht dabei aus drei Paaren. Das erste Duo meistert vier Sprünge auf E-Niveau, übergibt dann den Stab an den zweiten, der vier Hindernisse auf A-Höhe überwindet und der Schlussreiter sollte auf L-Ebene fehlerfrei bleiben. "Wer sich ein E-Springen selbst noch nicht zutraut, kann da mitmachen und von der Erfahrung der Partner profitieren", sagt Karin Hanten.

Die Turnierleiterin selbst ist nicht nur gefordert, die Zügel in der Hand zu behalten. Sie begleitet ihre vier Jahre alte Tochter auch durch die Führzügelklasse mit Kostüm. In diesem Wettbewerb können die Kleinsten erste Erfahrungen sammeln. "Es ist ein schöner Einstieg, der keine teure Ausrüstung erfordert und vor allem Spaß machen soll", sagt Karin Hanten. Ihre Tochter möchte gerne als Spanierin hoch zu Ross sitzen. "Für mich selbst muss ich mir noch etwas einfallen lassen."

Einen Hauch von Spanien bringt auch Fritz Krümmel in die Arena, wenn er am Samstagabend mit seinem Showpferd den Tanz an der Stange zelebriert. Die Elemente aus der Rinderarbeit der iberischen Hirten hat er zur Kunst erhoben. "Zuvor kommentiert er seine Schülerin, die ihr Warmblut mit Hilfe der Garocha gymnastiziert. Das ist sehr spannend und ein guter Übergang zur anschließenden Kür."

In der Dressurprüfung auf A-Niveau zeigen die Teilnehmer ein Pas de Deux mit eigener Choreographie und selbst gewählter Musik. "Das ist im vergangenen Jahr so gut angekommen, dass wir die Zahl der Nennungen begrenzen mussten, um den Abend nicht zu lang werden zu lassen." Denn nach der Siegerehrung sind alle zur Reiterparty bei freiem Eintritt ins Zelt eingeladen.

Dort können die Besucher während des gesamten Wochenendes außerdem einen Blick nach Aachen werfen, denn zwei große Fernsehbildschirme holen die Spitzenleistungen des CHIO direkt nach Erkrath.

(domi)