Fußball : Pleite statt Punkte

Nach drei Unentschieden und dem 3:1-Sieg über Schonnebeck hatte FCW-Trainer Frank Kurth gehofft, dass seine Elf an Stabilität gewonnen hat und die positive Serie in Goch fortsetzten würde. Er hatte von seiner Mannschaft gefordert, dass sie diesmal etwas Besonderes zeigt – wie einen Auswärtserfolg nach einer spielerisch und kämpferisch überzeugenden Vorstellung.

Nach drei Unentschieden und dem 3:1-Sieg über Schonnebeck hatte FCW-Trainer Frank Kurth gehofft, dass seine Elf an Stabilität gewonnen hat und die positive Serie in Goch fortsetzten würde. Er hatte von seiner Mannschaft gefordert, dass sie diesmal etwas Besonderes zeigt — wie einen Auswärtserfolg nach einer spielerisch und kämpferisch überzeugenden Vorstellung.

Doch Frank Kurth wurde bitter enttäuscht: In Goch hieß es Pleite statt Punkte. "Was wir gezeigt haben, war überhaupt nichts. Es kann nicht sein, dass man sich in 90 Minuten keine nennenswerte Chance erarbeitet."

Rückkehrer Kovacic und Seidenzal

Dabei waren die Voraussetzungen bestens. Nach langer Verletzungspause rückten Mladen Kovacic und Hans Seidenzal direkt in die Startelf. Bis auf Dennis Homann und Daniele Varveri stand dem FCW-Coach endlich sein fast kompletten Kader zur Verfügung. "Mladen Kovacic bemühte sich im defensiven Mittelfeld um Ordnung. Hans Seidenzal war die lange Pause deutlich anzumerken", hielt sich Frank Kurth bei der Beurteilung der beiden Rückkehrer merklich zurück. Etwas überraschend bot er Hans Seidenzal auf, der vor seinem Bänderriss als Stürmer überzeugte, diesmal aber auf der Position im rechten Mittelfeld spielte.

Von Beginn an kontrollierte die Viktoria das Geschehen. Die Gocher gingen bereits nach fünf Minuten in Führung, als die FCW-Deckung nach einem Steilpass aus dem Mittelfeld nicht im Bilde war, Asim Kus frei vor Bastian Honnacker auftauchte und dem Keeper aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Die Gastgeber hatten weiterhin die größeren Spielanteile.

"Das lag vor allem daran, dass wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe kamen", analysierte Frank Kurth. Für die Schwächen im Defensivverhalten wurden die Wülfrather in der 18. Minute erneut bestraft. Jens Schulz konnte ungestört einen Pass an den FCW-Strafraum schlagen — Stefan Galster löste sich geschickt und markierte mit seinem 15. Saisontreffer das 2:0. Erstaunlich, dass ausgerechnet Kus und Galster die Gocher Treffer erzielten.

Es müsste sich doch auch bis nach Wülfrath herumgesprochen haben, dass sie zu den gefährlichsten Sturmduos in der Niederrheinliga gehören. Den beiden hätte die FCW-Deckung weitaus mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. Nach dem 0:2 hatte Fabian Nowak die einzige "Mini-Chance", doch SV-Torwart Poli Minas drehte den Schuss um den Pfosten (22.). Die Gäste hatten sogar noch Glück, dass sie zur Pause nicht höher zurück lagen. Denn Dennis Thyssen traf sowohl den Pfosten als auch den Querbalken.

Im zweiten Durchgang konnte der FCW die Partie deutlich offener gestalten, den Sieg aber nie in Gefahr bringen. Die Gocher beschränkten sich bei ihrem "Osterspaziergang" darauf, das Ergebnis zu verwalten.

(RP)