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Fußball: Pause gestrichen: Der VfB Hilden hat Sorgen

Fußball : Pause gestrichen: Der VfB Hilden hat Sorgen

Der Fußball-Oberligist hatte sich auf ein freies Wochenende gefreut. Aber die wichtige Partie beim Letzten VfB Homberg wurde vorgezogen.

Beim Fußball-Oberligisten VfB Hilden passieren momentan erstaunliche Dinge. Dazu gehört wohl auch, dass die Mannschaft von Trainer Toni Molina am Sonntag normalerweise eine Freischicht gehabt hätte - weil sie im Niederrheinpokal nach dem 3:4 beim Landesligisten 1. FC Mönchengladbach nicht mehr vertreten ist. Das gilt ähnlich für den Klassen-Konkurrenten VfB Homberg (0:2 beim ETB SW Essen), der kürzlich trotzdem alle Hildener Pläne durchkreuzte - indem er eine Verlegung der ursprünglich für den 16. November vorgesehenen Meisterschafts-Partie gegen den VfB beantragte. Der Verband stimmte zu und setzte das Spiel auf den kommenden Sonntag an (15 Uhr).

Die Geschichte kennen die Hildener gut aus dem vergangenen Jahr, als es sogar ein intensives Hickhack gab. Grundsätzlicher Auslöser: Im PCC-Stadion des VfB Homberg tragen auch Duisburgs Bundesliga-Frauen ihre Heimspiele aus - und haben bei drohenden Termin-Kollisionen grundsätzlich Vorrang. Im November 2013 musste Hilden letztlich trotz heftigen Widerstandes sogar am Totensonntag um 18 Uhr in Homberg antreten.

Diesmal kommt die Verschiebung dem VfB erneut sehr ungelegen. Aus der Start-Mannschaft, die zuletzt Baumberg mit 2:1 bezwang, fehlen drei Kräfte - Marcel Bastians wegen seines Urlaubs sowie Fabian Andree und Miles Adeoye wegen Verletzungen. Auf Florian Marx, Pascal Weber und Manuel Trebbin (alle Urlaub) muss Hilden ebenfalls verzichten, während Emrah Cavdar aus disziplinarischen Gründen fehlt.

Erstaunlich ist für den VfB auch der Blick auf die Tabelle, denn dort steht die Mannschaft mit 16 Zählern auf einem starken achten Tabellenplatz. Die bisher in neun Spielen erzielten 24 Treffer sind die Bestmarke in der Oberliga - nicht mal erreicht von den Top-Klubs. "Das ist sehr, sehr erstaunlich", bestätigt Trainer Toni Molina, "wir treten immer sehr geschlossen auf. Die Mannschaft funktioniert einfach." Höhere Ansprüche oder den Blick nach weiter oben verbieten sich aber seiner Ansicht nach von selbst: "Es läuft zwar sehr gut, aber wir wollen die Kirche lieber im Dorf lassen. Es wäre doch albern, an so etwas zu denken."

Im Mittelpunkt steht weiter der Kampf um den Klassenerhalt, den Hilden auch in der guten vergangenen Saison erst im Endspurt sichern konnte. Molina weiß sehr genau, dass für sein Team auch schwierigere Phasen kommen werden. Und gerade deshalb ist der Auftritt in Homberg wichtig. Die Gastgeber hängen als einziger noch siegloser Klub mit nur einem Zähler auf dem letzten Tabellenplatz fest. Der VfB-Coach leitet daraus jedoch nicht die kleinste Favoritenrolle für Hilden ab: "Das wird ganz schwierig für uns."

Ein besonders schöner Moment wartet allerdings auf Dennis Lichtenwimmer, denn die Leidenszeit des Offensiv-Spielers geht zu Ende. Der 24-Jährige war im Juli 2013 von TuSpo Richrath gekommen und lag zuerst wegen einer Schambein-Entzündung über ein Jahr auf Eis. Dann warf ihn ein Muskelfaserriss erneut zurück. Jetzt gehört Lichtenwimmer wieder zum Kader. Auch das ist auf seine Art außergewöhnlich.

(RP)