1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann
  4. Lokalsport

Olympia Tokio 2021 Mettmanner Ruderin zieht ins Halbfinale ein

Tokio 2021 : Mettmanner Ruderin zieht im Doppelzweier ins Halbfinale ein

Leonie Menzel und die Leipzigerin Annekatrin Thiele liefern im Hoffnungslauf eine souveräne Vorstellung. Bereits am Sonntag geht es weiter.

Im zweiten Anlauf klappte es für Leonie Menzel (RC Germania Düsseldorf) und Annekatrin Thiele (SC DHfK Leipzig) im Doppelzweier dann doch noch mit dem Einzug ins Halbfinale. Im Vorlauf hatten die beiden deutschen Ruderinnen nur den vierten Platz belegt und damit die direkte Qualifikation verpasst. Im Endspurt zollte die Mettmannerin Menzel einem kräftezehrenden Rennen Tribut – die Muskeln machten schlichtweg zu, deshalb querte das Team abgeschlagen die Ziellinie.

Wesentlich besser lief es im Hoffnungslauf. Vier Mannschaften nahmen den Wettkampf auf, nur die ersten drei zogen ins Halbfinale ein. Gleich auf den ersten 500 Metern unterstrichen Menzel und Thiele ihre Ambitionen und übernahmen die Führung. Dann zogen die Russinnen, die sich ebenfalls erst in Luzern noch für Olympia qualifizierten, vorbei. Am Ende hatte Russland die Nase vorn, während die Deutschen souverän Rang zwei einfuhren und damit im Nachsitzen das Ticket fürs Halbfinale lösten. Den dritten Platz belegte Tschechien, während das chinesische Boot abgeschlagen in Ziel kam.

  • Leonie Menzel und Annekatrin Thiele verpassen
    Tokio 2021 : Leonie Menzel will jetzt ihre Olympia-Chance im Hoffnungslauf nutzen
  • Leonie Menzel (vorne) im Mai mit
    Tokio 2021 : Leonie Menzel ist im Olympia-Fieber
  • Oliver Zeidler.
    Rudern bei Olympia 2021 : Zeidler startet Gold-Mission mit Spazierfahrt - Doppelzweier müssen Umweg nehmen

Nach dem aufregenden Auftakt ihrer Olympia-Premiere atmete Leonie Menzel auf. „Mit der Platzierung bin ich ganz zufrieden, Hauptsache wir sind unter den ersten drei“, sagte die 22-Jährige und erklärte: „Wir haben gemerkt, dass die Chinesinnen es nicht weiter schaffen werden. Da haben wir dann auch keinen Endspurt mehr gezündet. Lieber sicher ins Halbfinale fahren und ein paar Körner sparen und dafür morgen noch einmal einen raushauen können.“ Mit dem Rennverlauf war das deutsche Duo diesmal zufrieden. „Wir sind besser zusammengekommen, haben es uns besser über die Strecke eingeteilt“, analysierte Menzel. Und Annekatrin Thiele stellte fest: „Die Bedingungen auf dem Wasser sind eigentlich gut. Die ersten Trainingstage waren relativ windig, aber jetzt geht es gut. Die geben sich hier auch alle viel Mühe, sodass man bestens versorgt ist.“

Ursprünglich sollte das Halbfinale am Montag über die Bühne gehen, weil es für Anfang der Woche jedoch eine Taifun-Warnung gibt, muss das deutsche Team bereits am Sonntag um 12.30 Uhr Ortszeit und damit früh um 5.30 deutscher Zeit im Sea Forest Waterway antreten. Damit fehlt ein Tag zur Erholung. Für Leonie Menzel kein Problem. „Damit ist es halt nun ein bisschen knackiger“, sagt die Mettmannerin und betont: „Wir hatten häufig drei Rennen in drei Tagen, wir sind es gewohnt. Es wäre schön gewesen, wir hätten noch einen Tag dazwischen frei, aber das ist halt so und wir können damit umgehen.“ Beide Athletinnen gehen selbstbewusst in das Halbfinale und wollen das Beste aus sich herausholen. „Und dann schauen wir, wofür es reicht“, sagt Leonie Menzel.