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Niederrheinpokal: VfB 03 Hilden kämpft sich in die nächste Runde

Fußball : VfB 03 Hilden kämpft sich in die nächste Pokalrunde

Die Hildener Oberliga-Fußballer machen nach der roten Karte für Fabian zur Linden in Unterzahl den Erfolg beim VfL Tönisberg klar.

VfL Tönisberg – VfB 03 Hilden 1:3 (0:2). Tim Schneider war am späten Mittwochabend noch richtig aufgekratzt. „Ich habe noch nie ein Pokalspiel gehabt. Das war mein erstes, und ich freue mich über den Sieg“, sagte der Chefcoach des VfB 03 Hilden und strahlte übers ganze Gesicht. Dem Einzug des Fußball-Oberligisten in die nächste Runde des Niederrheinpokals ging allerdings ein harter Kampf beim aktuellen Landesliga-Achten Tönisberg voraus. „Die Körperlichkeit des Gegners haben wir nicht gut beantworten können“, stellte Schneider fest und merkte dann kritisch an: „Der Schiedsrichter hat nicht alles dafür getan, die Gesundheit unserer Spieler zu schützen.“ Zugleich lobte der VfB 03-Trainer aber auch das Engagement der Platzherren: „Tönisberg hat in der zweiten Halbzeit nicht aufgesteckt, hat nach dem Anschlusstreffer Lunte gerochen und eine Leidenschaft an den Tag gelegt, die war schon stark.“

Die Hildener erwischten in dem Pokalduell einen Auftakt nach Maß, denn nach nur drei Minuten leiteten sie mit einer guten Kombination über Kai Stanzick, Max Wagener und Kevin Brechmann die Führung ein. Selcuk Yavuz kam mit der Hacke zum Abschluss, ein Tönisberger rettete noch vor der Linie, aber dann drückte Tuncay Altuntas den Ball am langen Pfosten ins Netz. Einen Wermutstropfen verzeichneten die Gäste jedoch wenig später, denn Simon Metz knickte beim Sturz auf die Tartanbahn unglücklich um und musste verletzt vom Feld (17.). Bastian Sube, der diesmal den VfB-Kasten hütete, verhinderte nach einer halben Stunde reaktionsschnell gegen den frei vor ihm auftauchenden Daniel Franken den Ausgleich (29.). Kurz vor der Pause nutzte Kevin Brechmann einen hohen Ball von Fabian zur Linden, um mit einem Lupfer über Keeper Nick Esser auf 2:0 zu erhöhen. Spätestens jetzt war der VfB 03 psychologisch im Vorteil.

  • Nick Hellenkamp.⇥RP-Foto: Köhlen
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Nach dem Wiederanpfiff brachte Bastian Sube mit einem Patzer die Gastgeber wieder ins Spiel zurück. Der VfB-Schlussmann spielte den Ball genau in die Füße von Mario Knops – und der schob zum 1:2 (52.) ein. Ein nicht gegebener Elfmeter (54. Foul an Selcuk Yavuz) und ein Schuss von Altuntas, den Esser parierte (60.), ließen die Hildener weiter bangen. Dann bekam Fabian zur Linden auch noch die rote Karte gezeigt – Schiedsrichter Justin Jerzy hatte eine Tätlichkeit gesehen (75.). Trotz Unterzahl behielt der Oberligist jedoch die Übersicht. Pascal Weber verfehlte nur um Zentimeter das Tönisberger Tor, ehe der eingewechselte Talha Demir nach einer starken Einzelaktion mit dem Treffer zum 3:1 (90+1) den Einzug in die zweite Pokalrunde klar machte.