Nach gutem Start baut der ASV Mettmann ab

Fußball : Nach gutem Start baut der ASV Mettmann ab

Der Abwärtstrend des ASV in der Bezirksliga setzt sich fort. Durch die Heimniederlage rutscht das Franke-Team auf Rang zehn ab.

Das hatte sich der ASV Mettmann ganz anders vorgestellt. Im letzten Heimspiel wollten sich die Kreisstädter gegen Aufsteiger SSV Bergisch Born noch einmal von ihrer guten Seite präsentieren. Nach der offiziellen Verabschiedung von Bünyamin Dogan und Walde Arogundade durch den Sportlichen Leiter Mutlu Yalavac legten die Platzherren auch gleich munter los.

Arogundade brachte mit einem klasse Zuspiel Dogan in Position – 1:0 für den ASV? Der Unparteiische hatte indes eine Abseitsposition des Mettmanner Kapitäns gesehen. Gut eine Viertelstunde lang zeigten die ersatzgeschwächten Gastgeber eine engagierte Vorstellung. Nach insgesamt 93 Minuten jubelten allerdings die Gäste. Sie hatten sich für eine grundsolide, kämpferisch starke Leistung mit dem 2:1 (1:0)-Sieg belohnt. „Wir sind mit dem allerletzten Aufgebot angetreten. Heute fehlten gleich 12 Kader-Spieler. Wir mussten erneut improvisieren. Im Abwehrzentrum stehen zwei gelernte Mittelfeldspieler. Da sind Fehler nicht auszuschließen“, analysierte Maik Franke. Der ASV-Trainer ergänzte: „Das Niveau der guten Anfangsviertelstunde haben wir später nicht halten können. Wir haben zu umständlich agiert und nach der Pause offensiv zu wenig Druck entwickelt.“

Das sah anfangs viel positiver aus. Mettmann spielte, im Mittelfeld mit Ardian Duraku als Schaltstation, konstruktiv nach vorne. Dem zu Beginn sehr auffälligen Dogan, aber auch Samet Akarsu und Duraku boten sich Tormöglichkeiten. Nach und nach befreiten sich die Gäste von diesem Druck, machten im Mittelfeld die Räume eng und gingen resoluter in die Zweikämpfe. Nach einem Freistoß (26.) köpfte der sträflich freistehende Gäste-Spieler Schmitz-Heinen knapp vorbei. Später blockte Julius Glittenberg den gleichen Borner gerade noch ab, ging dann aber (43.) nicht energisch genug ins Laufduell gegen Torjäger Nick Salpetro, der Schlussmann Julian Gaszak mit einem Schuss in die lange Ecke keine Abwehrchance ließ.

Nur zwei Minuten nach der Pause der zweite Rückschlag, als SSV-Abwehrmann Dennis Scholz im Anschluss an eine (aus ASV-Sicht vermeidbare) Ecke zum 2:0 einköpfte. Acht Minuten darauf flankte Mettmanns Mohamed Siala von der Grundlinie nach innen. Nicolas Gillich nahm den Einheimischen unfreiwillig die Arbeit ab – nur noch 1:2.

In der Folge waren die Mettmanner um den Ausgleich bemüht. Mehr aber auch nicht, weil im Spielaufbau meist die Ideen und ganz vorne die Durchschlagskraft fehlte. Samet Akarsu boten sich zwei halbe, gleichwohl ungenutzte Chancen. Auf der Gegenseite musste Keeper Gaszak noch bei drei, vier Kontern auf der Hut sein. „Wir haben angefangen wie die Feuerwehr und den Gegner unter Druck gesetzt. Aus meiner Sicht stand ich beim aberkannten Tor nicht im Abseits. Nach dem Anschlusstor haben wir zwar viel versucht, aber irgendwie fehlte uns der richtige Plan“, fasste der zur SG Unterrath wechselnde Bünyamin Dogan zusammen.