Handball: Mettmanner packen beherzt zu

Handball: Mettmanner packen beherzt zu

Schon im Hinspiel hatten die ME-Sport-Handballer den TV Angermund im Griff. Jetzt zeigten sie auch in fremder Halle dem Oberliga-Kontrahenten die Grenzen auf und freuen sich nun auf das Duell gegen Spitzenreiter Dinslaken.

Die Stimmung bei den Oberliga-Handballern von Mettmann-Sport war ausgelassen. Klar, wenn eine Mannschaft so überzeugend mit 36:31 (19:15) einen Auswärtssieg landet und dann auch noch beim Erzrivalen TV Angermund, dann ist alles perfekt gelaufen. So freute sich erst einmal der Top-Torjäger Andre Loschinski, der wegen seiner Erkältung nicht mitwirken konnte, aber allen rund ums Team frenetisch gratulierte. Und dann landete der für seine kernigen Sprüche überall geschätzte Co-Trainer Markus Flieter noch einen zusätzlichen Treffer: "Kommenden Samstag kommt Dinslaken. Die ärgern wir noch mehr."

Klar, Mettmann ohne Loschinski, das schmerzt. Aber beim TVA fehlten gleich fünf Leitungsträger: Björn Thanscheidt, Nico Merten, Florian Hasselbach, Julian Duval und Brian Burns. Das ist nicht zu verkraften. Und so lagen die Hausherren ab der 10. Minute immer klar zurück. Hoffnung keimte in der 50. Minute wieder auf, als Martin Gensch mit zwei feinen Treffern zum 28:29 den Anschluss herstellte.

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Aber die Mettmanner waren einfach zu stark. Christian Kruse, der früher auch mal ein Jahr in Lintorf spielte, hatte nun ganz starke Szenen, ebenso der junge Paul D'Avoine. Beim 33:28 für Mettmann war alles geklärt. ME-Sport-Trainer Jürgen Tiedermann stellte fest: "Wir mussten einige ganz junge Spieler über lange Zeiträume bringen. Ich nenne da allen voran Lukas Klein, Moritz Hebel und D'Avoine. Einfach großartig, wie sie auftrumpften." TVACoach Uli Richter hingegen analysierte: "Als wir zehn Minuten vor dem Ende wieder bis auf einen Treffer heran waren, haben wir gute Bälle weggeworfen. Das brach uns das Genick. Hinzu kam in dieser entscheidenden Phase die strittige Zeitstrafe gegen Timo Kohl. Hier haben wir die Chance vergeben, das Spiel noch zu kippen. Wir hatten es aber mit einem hoch motivierten Gegner zu tun." Patrick Ranftler, der alle fünf Strafwürfe einnetzte, und Martin Gensch verdienten sich im Angermunder Team die Bestnoten.

(RP)