Fußball: Mettmanner freuen sich zu früh

Fußball : Mettmanner freuen sich zu früh

Der Fußball-Landesligist geht mit drei Niederlagen in Folge in die Saison. Eine enttäuschende Bilanz, die das Team von Meher Siala bald aufpolieren will. Allerdings hat der Trainer weiterhin erhebliche personelle Probleme.

Mettmann - 1. FC Viersen 1:3 (1:1). Mit solch einem schwachen Abschneiden in der englischen Woche zum Saisonauftakt haben die Verantwortlichen des ASV Mettmann wohl nicht gerechnet. Drei Spiele - drei Niederlagen lautet die ernüchternde Bilanz des Fußball-Landesligisten. In der Statistik bedeutet das null Punkte und 4:12 Tore. "Wir können jetzt nur hoffen, dass sich schnellstmöglich der Kader füllt und wir das Feld von unten aufrollen können", sagt Jan Stahl. Der Co-Trainer betont, dass das Fehlen einiger etablierter Spieler aber nicht allein als Entschuldigung herhalten darf: "Dafür haben wir einen großen Kader, der das eigentlich ausgleichen sollte."

Neben der seiner Meinung nach vermeidbaren Niederlage gegen die bis dahin ebenfalls punktlosen Viersener ärgerte Stahl besonders das undisziplinierte Verhalten von Hamza Malek und Marc Eilenberger, die beide wegen Meckerns die gelb-rote Karte sahen und frühzeitig vom Platz mussten. "Die fehlen damit im nächsten Spiel, und das zu einem Zeitpunkt, wo wir sowieso arge personelle Probleme haben."

Die Partie gegen den FCV begannen die Gastgeber selbstbewusst. Es war ihnen anzumerken, dass sie unbedingt punkten wollten. Die erste klare Möglichkeit vergab Julius Glittenberg freistehend (18.). Zwei Minuten später markierte Neuzugang Carlos Kalloch mit seinem dritten Saisontreffer die 1:0Führung. Wie schon in den Partien zuvor zeigten die Gastgeber aber erneut Schwächen im Abwehrverhalten, die prompt bestraft wurden. Als der ASV im Aufbau den Ball leichtsinnig vertändelte, glich Sean Herrmann mit einem Flachschuss aus 17 Metern, der nicht unhaltbar schien, zum 1:1 aus (26.) . Die bis dahin dominierenden Kreisstädter zeigten sich beeindruckt und verloren ihre spielerische Linie.

Im zweiten Durchgang waren acht Minuten vorbei, da zeigte Schiedsrichter Jan-Lukas Roesges nach einem Foulspiel im ASV-Strafraum zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Der ehemalige Wülfrather Dennis Homann verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:1. Danach sahen die rund 150 Zuschauer eine Partie ohne größere Höhepunkte. Zumindest die eingewechselten Zwillinge Marc und Phil Eilenberger zeigten gute Ansätze und waren um den Ausgleich bemüht. Ein Kopfball von Marc Eilenberger strich aber knapp am Winkel vorbei(75.). Drei Minuten später hatten die Mettmanner Fans den Torschrei auf den Lippen, als Phil Eilenberger aus kurzer Distanz freistehend abschloss, der FCV-Keeper aber mit einem super Reflex den Ausgleich verhinderte. Einen Konter in der Schlussphase schloss Petar Popovic zum Viersener 3:1-Erfolg ab. "Ich hätte nie gedacht, das wir nach der 1:0-Führung das Spiel noch aus der Hand geben", resümierte Mettmanns sichtlich enttäuschter Sportlicher Leiter Michael Kirschner.

(klm)