Mettmann-Sport zeigt HSG Adler Haan II die Grenzen auf

Handball : ME-Sport fertigt im Derby das Schlusslicht ab

Nach dem Sieg über die HSG Adler Haan II hat der Oberliga-Absteiger den Klassenerhalt vor Augen.

Die Handballerinnen von Mettmann-Sport machten einen ganz großen Schritt Richtung Klassenerhalt. Mit 28:13 (14:6) wiesen die Gastgeberinnen im Verbandsliga-Derby die HSG Adler Haan II in die Schranken und ließen dem Schlusslicht zu keiner Zeit eine Chance. „Wir wussten, um was es geht und wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen“, sagte Markus Laschet. Der ME-Sport-Trainer registrierte, wie nervös sich seine Mannschaft vor der Partie verhielt. Ab dem Anpfiff war die Nervosität aber wie verflogen.

Die Mettmannerinnen stellten von Beginn an ihre in dieser Saison schon oft bewährte starke Defensive. Die in der Vorwoche schmerzlich vermisste Torhüterin Franziska Mörchen leitete schnelle Gegenstöße ein, die die Mettmannerinnen sicher verwandelten. Nach nur sieben Minuten führten die Gastgeberinnen mit 5:0. Es war vor allem Lena Meurer, die immer wieder Lücken in der Abwehr der Haanerinnen fand. Gleich vier Mal hintereinander traf sie für ihre Farben und brachte ME‑Sport mit 10:2 in Front.

„Es war eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung. Spätestens ab diesem Moment hatte ich keinen Zweifel mehr, dass wir die Partie verlieren könnten“, zeigte sich Marcus Laschet selbstsicher und wechselte munter durch. Das Angriffsspiel stockte zwar zunehmend, die mit nur einem kleinen Kader angereiste Haaner Mannschaft hatte dennoch in keiner Phase der Partie eine Möglichkeit, die Begegnung zu drehen.

Auch im zweiten Durchgang war es Maurer, die den Gastgeberinnen mit einem Doppelpack einen 19:6-Vorsprung bescherte. Acht Minuten waren in der zweiten Halbzeit absolviert, als Adler-Trainer Markus Heinhaus versuchte, in einer Auszeit seine Team neu einzustellen. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits entschieden.

„Meine Mädels haben es am Ende gut verwaltet. Ich bin sehr zufrieden und muss allen ein großes Kompliment aussprechen“, sagte Laschet. Da auch der Tabellenletzte sein Heimspiel verlor, beträgt das Punktepolster der Mettmannerinnen auf den ersten Abstiegsplatz bereits sechs Zähler. „Das sollte reichen“, gibt sich der Coach für die restlichen Verbandsliga-Begegnungen etwas entspannter.

ME-Sport: Mörchen – Schulze (1), Bärz (1), Keil, Wiedemann (1), Schamuhn (1), Hermann, Perchthaler (1), Trunk (4/3), Maurer (6), Jeroschewski (2), Heffels (3), Tiedermann (2), Lemberg (5/1).

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