Mettmann-Sport will sich beim Bergischen HC II behaupten

Handball : ME-Sport beißt noch einmal auf die Zähne

Die Mettmanner Handballer haben im letzten Spiel des Jahres personelle Probleme, wollen aber Rang zwei in der Oberliga verteidigen.

Bereits heute Abend (20.30 Uhr) treten die Handballer von Mettmann-Sport zum letzten Saisonspiel des Jahres an. Beim Bergischen HC II gilt es für das Team von Trainer Jürgen Tiedermann, den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga zu verteidigen, um sich mit der Vize-Herbstmeisterschaft eine komfortable Ausgangslage für das neue Jahr zu verschaffen. Tiedermann beschreibt den Gegner als eine von mehreren „Wundertüten“ der Liga: „Man weiß nie, wie der Kader des BHC aussieht. Daher kann man sich auch nur bedingt auf die Stärken und Schwächen vorbereiten.“ Neben seinem Stammpersonal kann BHC-Trainer Mirko Bernau immer wieder auf talentierte und zum Teil international erfahrene A-Jugendliche zurückgreifen.

Trotz des hervorragenden zweiten Tabellenplatzes stellen die Mettmanner die zweitschlechteste Abwehr der Liga. Das wurmt den erfahrenen Trainer sehr. „Wir müssen uns in der Defensive unbedingt steigern. Auch in Solingen steht und fällt das Spiel mit unserer Abwehrleistung“, erklärt Tiedermann. Mit Blick auf die Tabelle ist die Favoritenrolle klar verteilt. Die Bundesliga-Reserve spielt bisher eine durchwachsene Runde und liegt mit nur neun Punkten weit hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Tiedermann, dessen Mannschaft in den letzten beiden Spielen nicht überzeugen konnte, muss jedoch mit einem personellen Engpass kämpfen. Während er zuletzt immer wieder den gesamten Kader zur Verfügung hatte, haben sich unter der Woche einige Spieler angeschlagen abgemeldet. „Wir werden sehen, wer alles aufläuft. Wir werden ein letztes Mal für dieses Jahr alle Kräfte bündeln, um in Solingen zu gewinnen“, zeigt sich der Coach gewohnt kämpferisch und optimistisch.

Mit einem Sieg in Solingen bauen die Mettmanner ihre Auswärtsbilanz auf insgesamt sechs doppelte Punktgewinne in der Fremde aus. Aber auch eine Niederlage würde die Euphorie bei Mettmann-Sport nicht mindern. Denn mit dem bisherigen Saisonverlauf können Mannschaft, Trainer und Verantwortliche sehr zufrieden sein. Auf dem zweiten Tabellenplatz zu überwintern, wäre sicherlich mehr als sie vorher erwartet haben.

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