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Mettmann-Sport will LTV Wuppertal auf Distanz halten

Handball : ME-Sport plant Wiedergutmachung

Die Oberliga-Handballer wollen beim Tabellennachbarn LTV Wuppertal einen Sieg einfahren.

Die Handballer von ME‑Sport müssen am Samstag um 18 Uhr in der Wuppertaler Buschenburg beim LTV antreten und sinnen auf Wiedergutmachung. Zwei Niederlagen zum Rückrundenstart waren ein Dämpfer für die Stimmung im Mettmanner Lager, die nach der überragenden Hinrunde durchgängig gut war. Besonders das Abwehrverhalten der Mannschaft von Trainer Jürgen Tiedermann passt nicht zu den eigenen Ansprüchen. Bereits 62 Mal im neuen Jahr trafen die Gegner – trotz starker Torwartleistung – in das ME-Sport-Gehäuse.

„Scheinbar steckte die Niederlage gegen Neuss noch tief. Anders kann ich mir unseren schlechten Auftritt in der Vorwoche nicht erklären. Allerdings suchen wir nicht nach Ausreden, sondern haben die Missstände genau angesprochen“, stellt sich Tiedermann vor seine Mannschaft und nimmt sich aus der Generalkritik nicht heraus. Gemeinsam will die Mannschaft also wieder auf die Siegerstraße einbiegen. Schon in der starken Hinrunde war die Defensive stets die Achillesferse der ambitionierten Mettmanner. „Der Verbund muss besser zusammenarbeiten. Wir müssen schneller verschieben, um nicht zu häufig den Platz für Zweikämpfe zuzulassen“, weiß Tiedermann, wo er ansetzen muss.

Das Hinspiel hat ME-Sport damals überraschend und knapp mit 26:25 für sich entschieden. Das Rückspiel ist eine richtungsweisende Begegnung für beide Mannschaften. Die mit großen Ansprüchen in die Saison gestarteten und von vielen Szenekennern als heißer Kandidat auf die Meisterschaft gehandelten Wuppertaler blieben besonders zu Beginn der Oberliga-Runde blass. Seit nunmehr neun Partien ruft die Mannschaft von Trainer Dennis Werksmeister jedoch ihr Potential ab, wurde nur vom TV Angermund besiegt und befindet sich mit 20 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz, gleichauf mit Mettmann-Sport.

Dabei wurde in den letzten Wochen bekannt, dass sowohl Trainer Werkmeister als auch die Brüder Christian und Sebastian Pagel in der kommenden Saison für die SG Langenfeld arbeiten und spielen werden. Auch Kapitän Rouven Jahn verlässt den Wuppertaler Norden Richtung Unitas Haan. Inwieweit das Personalkarussell sich auf die bevorstehende Partie auswirken wird, will Tiedermann nicht beurteilen: „Wir konzentrieren uns auf uns und unsere Leistung. Damit haben wir im Moment genug zu tun, schließlich wollen wir schnell wieder in die Spur kommen“, erklärt der erfahrene Coach.