Mettmann-Sport verpasst das WM-Finale

Handball : ME-Sport verpasst ausgerechnet das begehrte WM-Finale

Die Mettmanner Handballer treten am Sonntag in Neuss zur Spätschicht an. Nicht nur deshalb wollen sie unbedingt Revanche für die Hinspielniederlage.

Nach einer langen Winterpause beginnt für die Handballer von Mettmann-Sport am Sonntag (18.15 Uhr, Halle Hammfeld, Anton-Kux-Str.1, Neuss) die Oberliga-Rückrunde. Bei der HSG Neuss/Düsseldorf, der Zweitvertretung des Zweitligisten HC Rhein Vikings, will die Mannschaft von Jürgen Tiedermann an die guten Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Da mussten sich die Mettmanner in nur drei Begegnungen geschlagen geben.

Eine bittere Erinnerung hat Tiedermann an das Hinspiel zum Auftakt im Herrenhaus: „Wir mussten da eine bittere Pleite einstecken. Allerdings haben wir uns seitdem deutlich gesteigert“, berichtet der ME-Sport-Coach. Aufgrund dieser deutlichen Leistungssteigerung ist die Favoritenrolle für die Partie klar verteilt. Während die Gäste nur zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter DJK Unitas Haan auf dem zweiten Tabellenplatz stehen, belegt die Neuss/Düsseldorfer Spielgemeinschaft mit einem ausgeglichenen Punktekonto Platz acht. Dazu laufen bei den Hausherren immer wieder unterschiedliche Akteure auf. Sowohl aus der A-Jugend als auch aus dem Profikader können am Sonntag Spieler zum Kader hinzustoßen.

„Wir treffen auf einen jungen, sehr gut ausgebildeten und vor allem schnell spielenden Gegner“, weiß Tiedermann. Der erfahrene Mettmanner Coach legt vor allem auf das Rückzugsverhalten seiner Mannschaft Wert, um einfache Gegentore zu vermeiden. Die Vorbereitung auf die Partie verlief allerdings nicht optimal. „Leider konnten wir in dieser Woche nicht richtig trainieren, da in der Sporthalle Herrenhaus wichtige Reparaturarbeiten vorgenommen wurden und auch der Termin für das angesetzte Spiel ist von den Gastgebern nicht glücklich gewählt“, verweist Tiedermann auf das nahezu zeitgleich stattfindende Finale der Handball-Weltmeisterschaft – das vielleicht mit deutscher Beteiligung über die Bühne geht. Nicht nur aus diesem Grund gehen die Mettmanner von einer eher tristen Kulisse aus.

„Eine ungewohnte Zeit und eine traditionell recht geringe Zuschauerzahl in Neuss sollten uns aber nicht davon abhalten, mit einem Sieg in die Rückrunde zu starten“, fordert Jürgen Tiedermann dennoch volle Konzentration von seiner Truppe. Dabei kommt es dem Trainer besonders auf die klassischen Tugenden wie Laufbereitschaft und Einsatzbereitschaft an.

Die wegen der Handball-WM verlängerte Winterpause nutzte  das Team von ME-Sport zur Regeneration. „Die Akkus sind wieder voll. Die Mannschaft ist hungrig“, verspricht Tiedermann. Bis auf Jan Sippli und Christian Kruse, die den Mettmannern länger fehlen, ist der Kader komplett.