Mettmann-Sport spielt am Ende kopflos

Basketball : Mettmann-Sport spielt am Ende kopflos

Im Verfolgerduell beim Oberliga-Zweiten TV Jahn Königshardt bieten die Mettmanner Basketballer über weite Strecken eine gute Leistung. Ausgerechnet auf der Zielgeraden der Begegnung kommt der Aufsteiger aber vom Erfolgsweg ab.

TV Jahn Königshardt – Mettmann-Sport 87:81 (47:44). Geknickt machten sich die Basketballer von ME-Sport auf die Heimfahrt. Schon im Spitzenduell beim Tabellenführer TG 81 Düsseldorf verpassten die Mettmanner den möglichen Sieg, weil es in der Schlussminute an der notwendigen Ruhe fehlte, den Erfolg festzumachen. In Königshardt führte der Oberliga-Aufsteiger mit 96:60 ((30.) und 75:66 (33.), hatte alle Trümpfe in der Hand. In den verbleibenden sieben Minuten gelangen den Gästen aber nur noch sieben Punkte. „Wir haben noch keine Antwort gefunden, weshalb wir plötzlich eingebrochen sind“, gestand Timo Vogt. Der ME-Sport-Sprecher ergänzte: „Ob es fehlende Kondition war oder eine Blockade in uns selbst? Beim Training müssen wir noch einmal ausführlich darüber sprechen.“ Die Niederlage im Verfolgerduell beendete den Mettmanner Traum von Rang zwei, der in dieser Saison ebenfalls den Aufstieg in die 2. Regionalliga verspricht.

Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Gastgeber, die nach drei Minuten bereits mit 14:3 vorne lagen. Weil die Königshardter in der Anfangphase gleich mit fünf Dreiern auftrumpften, behaupteten sie Ende des ersten Viertels eine deutliche 29:20-Führung. Im zweiten Abschnitt kamen dann auch die Mettmanner auf Touren. Den 21:34-Rückstand verkürzten sie innerhalb von zwei Minuten auf 28:34 und arbeiteten sich bis zur Pause weiter auf 44:47 heran.

Gleich nach dem Wiederanpfiff erhöhten die Hausherren von der Drei-Punkte-Linie wieder auf 50:44, doch ein 7:0-Lauf brachte wenig später die Mettmanner mt 51:50 (24.) in Front. Der TV Jahn konterte noch einmal zum 57:55 (26.), dann aber gab ME-Sport den Ton an und ging mit einer 68:63-Führung in den Schlussabschnitt.

Als die Gäste im letzten Viertel mit 75:66 (33.) vorne lagen, schienen sie bereits auf der Siegerstraße. Doch mit einem 12:0-Lauf zum 78:75 sorgte Königshardt für die entscheidende Wende. In der Schlussphase kippte die Partie endgültig zugunsten des Oberliga-Zweiten, der von einer Zonenverteidigung wieder auf Manndeckung umschaltete. „Da haben wir uns etwas schwerer getan, obwohl das vorher eigentlich kein Problem war“, sagte Timo Vogt. Der ME-Sport-Sprecher gestand: „Im dritten Viertel haben wir gesehen, dass wir die individuell stärkere Mannschaft waren und sind – das ärgert uns am meisten an der Niederlage.“ Die Vizemeisterschaft scheint damit verloren, doch Vogt betont: „Für uns ändert sich nicht viel. Wir wollen die nächsten Spiele alle gewinnen und vielleicht können wir jetzt etwas befreiter aufspielen.“ Das wird sich am Samstag im nächsten Heimspiel zeigen.