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Mettmann-Sport: Fußball spielen geht auch langsam

Walking Football : Fußball spielen geht auch langsam

Walking Football ist für jene Menschen geeignet, die nicht mehr ganz so schnell auf den Beinen unterwegs sind – oder einfach etwas gemächlicher Sport treiben wollen. Der Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund.

Mettmann-Sport, mit seinen rund 4500 Mitgliedern, entwickelt sich immer mehr zu einem Verein, der seinen Schwerpunkt im Breitensport sieht. Da passt es, dass mit Walking Football eine weitere typische Breitensportart ins Programm aufgenommen wurde. So trafen sich zur ersten Trainingseinheit in dieser Woche junge und ältere Sportbegeisterte, die sich auf dem Kunstrasenplatz am Heinrich-Heine-Gymnasium in der in Deutschland doch recht unbekannten Sportart versuchten.

Walking Football ist eine Art Fußball, hat aber mit der Sportart Nummer eins in Deutschland nur in Ansätzen etwas zu tun. Was den eigentlichen Fußball so beliebt macht wie herrliche Dribblings, spannende Zweikämpfe, Kopfballduelle im Strafraum und packende Torszenen, sind beim Walking Football nicht unbedingt gefragt. Da geht es eher gemächlich zu und ist daher eher für die ältere Generation, aber auch für Behinderte ein schöner Ausgleichssport.

„Es ist ein altersgerechtes und gesundheitsförderliches Spiel, das sich einer immer größeren Beliebtheit erfreut“, erläutert Ralf Laserich. Er leitet die Trainingseinheit und ist mit dem Auftakt sehr zufrieden. „Ich finde es toll, dass wir heute schon genügend Spieler zur Verfügung haben, um eine Trainingspartie austragen zu können. Ziel ist es, mittelfristig eine Mannschaft aufzubauen, die Freundschaftsspiele gegen auswärtige Vereine austragen kann und auch an Turnieren teilnimmt.“

Eigentlich ist Ralf Laserich Fußball-Jugendleiter von ME-Sport und trainiert selbst eine Jugendmannschaft. Früher war er auch aktiver Fußballer in einem Verein. Er betont, dass Walking Football offiziell zum Breitensportprogramm des Westdeutschen Fußballverbandes gehört und nach festen Regeln ausgetragen wird.

 Wer den Spielern zusieht merkt, dass sie mit Begeisterung bei der Sache sind. „Ich hätte es vorher kaum geglaubt, aber Walking Football mit seinen besonderen Regeln ist ganz schön anstrengend, macht aber riesig Spaß“, sagt Marcus Schwager. Er versichert, dass er sich gut vorstellen kann, in Zukunft regelmäßig an den Trainingseinheiten, die jeweils montags von 19 bis 20 Uhr auf dem Platz am Heinrich-Heine-Gymnasium stattfinden, teilzunehmen. „Walking Football ist eine Sportart, die sportliche und soziale Komponenten miteinander verknüpfen soll. Bei uns soll auch der Spaß in einer Gemeinschaft nicht zu kurz kommen“, erklärt Laserich. Es wäre schön, wenn sich demnächst weitere Interessenten auf dem Sportplatz einfinden, sagt der Übungsleiter.