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Mettmann-Sport erwartet Schwerstarbeit für die Abwehr

Handball : Mettmann-Sport erwartet Schwerstarbeit für die Abwehr

Die Mettmanner Oberliga-Handballer treten in Oppum dezimiert an. Auch Abwehrchef Tim Wittenberg ist angeschlagen, sein Einsatz daher fraglich.

TV Oppum – Mettmann-Sport. Im dritten Saisonspiel stehen die Handballer von ME-Sport bereits unter Druck. Nach zwei vermeidbaren Niederlagen muss das Team von Trainer Jürgen Tiedermann in Krefeld am Sonntag  (13.45 Uhr, Halle Scharfstraße) doppelt punkten, um sich nicht frühzeitig in der unteren Tabellenregion festzusetzen und den Anschluss an das Mittelfeld vorerst zu verlieren. Aktuell belegen die Mettmanner mit dem Nachbarn Unitas Haan, der ein Spiel mehr bestritt, mit null Punkten den letzten Platz in der Oberliga.

Gegen den LTV machte Tiedermann unnötige Zeitstrafen gegen seine Mannschaft als Grund für die Niederlage aus. Beim Heimdebüt gegen Königshof fehlten den Mettmannern am Ende die Körner, die Tiedermann auf eine insgesamt nicht zufriedenstellende Vorbereitungen schiebt. „Es war schon bitter und enttäuschend, wir hatten uns viel für den Start vorgenommen“, sagte Co-Trainer Andre Loschinski.

Die Trainingsmöglichkeiten sind seit vergangener Woche in Mettmann aber wieder passend. Der 20 Jahre alte Boden der Herrenhaus-Halle wurde saniert und ist nun auch für die Haftmittelnutzung freigegeben. „Nach mehreren Tests kann nun auch Harz problemlos zum Einsatz kommen, das von den Handballern verwendet wird, um den Ball besser führen und halten zu können“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Mettmann und Bürgermeister Thomas Dinkelmann.

Personell war die Trainingsbeteiligung unter der Woche jedoch nicht optimal. Zwar sind  Marcel Hackmann und Christopher Königs wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen, Stephan Verholen, Sven Meißel und Kevin Hubicki mussten jedoch passen und werden am Wochenende nicht zur Verfügung stehen. Auch hinter dem Einsatz von Abwehrchef Tim Wittenberg steht noch ein Fragezeichen. „Wir warten noch auf die Ergebnisse der Untersuchung“, berichtet Tiedermann, der gerade auf seinen Defensivverbund beim TV Oppum Schwerstarbeit zukommen sieht. „Unser Ziel ist es, hinten gut zu stehen und dann mit hohem Tempo in die Offensive zu gehen“, betont er. Möglichst über schnelle Tore wollen die Mettmanner in Krefeld zum Erfolg kommen. „Wenn der Defensivverbund erstmal steht, wird es für uns schwer über die gesamte Spielzeit die entsprechende Durchschlagskraft zu entwickeln“, sagt Tiedermann und verweist auf die Abwehrstärken des TV Oppum beim gebundenen Angriffsspiel.

Besonders die Blockarbeit und das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart stand unter der Woche im Fokus. „Daran haben wir gearbeitet“, verriet Loschinski und sieht viele positive Aspekte: „Wir waren bisher immer das bessere Team. Es sind kleine Stellschrauben, an denen wir drehen müssen, um erfolgreich zu sein.“ Eine davon ist sicherlich die noch unbefriedigende Abschlussschwäche.

Auch die Gastgeber haben nach einem Auftaktsieg die letzten beiden Partien verloren und wollen gegen ME-Sport ihren ersten Heimsieg feiern, nachdem auch ihr Heimdebüt gegen den TV Geistenbeck alles andere als geplant verlief. Loschinski blickt dabei nur auf seine Mannschaft: „Es gilt, einen vollkommen verpatzten Saisonstart zu vermeiden. Ich habe Vertrauen in die Jungs und unsere Stärken.“