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ME-Sport verliert in der Festung Herrenhaus

Handball : ME-Sport verliert in der Festung Herrenhaus

Die Oberliga-Handballer von Mettmann-Sport ziehen in eigener Halle zum zweiten Mal in Folge den Kürzeren.

Mettmann-Sport – VfB Homberg 29:31 (15:19). Es ist seit Wochen das gleiche Problem. Aufgrund der personellen Ausfälle sind die Handballer von ME-Sport in der Oberliga nur bedingt konkurrenzfähig. Jetzt ging das Team von Trainer Jürgen Tiedermann im zweiten Heimspiel in Folge als Verlierer vom Feld. Diesmal mussten sich die Mettmanner dem Tabellenzehnten VfB Homberg geschlagen geben.

„Mit nur sieben Feldspielern, von denen drei angeschlagen waren, fehlten uns am Ende die Körner“, sagte ME-Sport-Coach Tiedermann. Fast gebetsmühlenartig verwies der erfahrene Coach auf die angespannte Personalsituation. Dabei war es der erste Durchgang, der dem Trainerteam nicht gefallen konnte. Die Zuschauer im Herrenhaus fühlten sich zur Pause an die herbe Derbyniederlage gegen die DJK Unitas Haan erinnert. Die Abwehr der Gastgeber fand kaum in die Partie. Simon Hüttel, der die erste Viertelstunde zwischen den Pfosten stand, und Kenneth Hubicki, der ihn nach 16 Minuten ablöste, mussten bis dahin 19 Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen.

„Es war von uns ein schwacher Beginn. Wir haben 40 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, erkärte Tiedermann. Dann folgte aber eine fulminante Aufholjagd. Die Mettmanner zeigten ihre Klasse und erzielten gleich sechs Tore in Folge. Besonders Lucas Klein im linken Rückraum war in dieser Phase kaum zu bremsen und erwies sich als sehr treffsicher. In der 46. Minute erzielten die Hausherren den Ausgleich und gestalteten die Partie wieder offen. „Es war eine tolle kämpferische Leistung meiner Mannschaft. Sie hat aber auch sehr viel Kraft gekostet, die uns hinten raus fehlte“, sah Tiedermann, wie die Gäste erneut davon zogen.

Zwar gelang Lennard Maesch per Tempogegenstoß vier Minuten vor dem Ende der Anschlusstreffer zum 28:29, eine Siegchance hatten die Mettmanner aber nicht. Dazu gelang es nicht mehr, den starken Lucas Klein in aussichtsreiche Wurfposition zu bringen. „Es waren zu viele Einzelaktionen. Aber trotz der dünnen Personaldecke hätten wir das Spiel gewinnen können“, meinte Tiedermann.

Der ME-Sport-Trainer blickte gleichwohl realistisch auf die Aufgaben nach der kurzen Meisterschaftspause: „Wir stehen nach Karneval richtig unter Druck, da der Abstand nach unten weiter schmilzt.“ Am 29. Februar treten die Mettmanner beim TV Angermund an. Bis dahin sollte die lange Verletztenliste der Mettmanner kleiner werden, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren und dem ambitionierten Anspruch gerade der jungen Spieler gerecht zu werden.

ME-Sport: Hüttel, Hubicki – d’Avoine (7/2), Horn (3), Klein (7), Kruse, Maesch (6), Mandlik (2), Wittenberg (2), Verholen (2).