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Handball: ME-Sport trotzt Panthern noch ein Remis ab

Handball : ME-Sport trotzt Panthern noch ein Remis ab

Die junge Handball-Mannschaft des TB Wülfrath erkennt in der Frauen-Oberliga gegen Etus Wedau deutlich ihre Grenzen.

Wülfrath — Etus Wedau (Frauen) 17:26 (6:11). Einen Offenbarungseid leisteten sich die Wülfrather Oberliga-Handballerinnen am Samstagabend und gingen nach einer katastrophalen Leistung gegen den Etus Wedau sang und klanglos ein.

Die schwache Leistung brachte dann auch Sonja Fischer in Rage, die kurz nach dem Spiel ihre Mannschaft stark kritisierte. "Ich bin sprachlos. Wer heute nicht wach geworden ist und anfängt mehr zu arbeiten, vor allem konstruktiv, sollte vielleicht einen Kochkurs belegen. Da kann dann jeder seine eigene Suppe kochen!", erklärte die TBW-Trainerin.

Ein wenig optimistischer sagte sie allerdings weiter: "Nach jedem Tief kommt auch ein Hoch!" Zusammenfassend bleibt aber festzustellen, dass es doch noch einen Riesenunterschied ist zwischen der Regionalliga-A-Jugend und der Frauen-Oberliga, der nicht so einfach wegzudiskutieren ist. Einige Handballerinnen des TBW vermittelten schon den Eindruck, dass diese Liga ein wenig zu hoch ist und der Kopf dann auch nicht mitspielt. Zudem mangelt es sichtlich an einer Führungsspielerin, die das Heft in Stresssituationen in die Hand nimmt.

Der Verlauf der Begegnung ist recht schnell erzählt. Die ersten Minuten waren zwar noch einigermaßen ausgeglichen, das lag aber auch daran, dass die Gäste die ersten fünf Siebenmeter vergaben. Nach gut zehn Minuten setzte sich Wedau aber kontinuierlich ab und kam bis zur Pause schon zu einer Fünf-Tore-Führung.

Nach dem Wiederanpfiff der manchmal kurios, aber auf keinen Fall einseitig pfeifenden Unparteiischen Frankholz/Hauptmann ging es dann sehr schnell. Innerhalb weniger Minuten erzielten die Gäste zehn Treffer, während der TBW nurdrei Tore schaffte. Spätestens beim 21:9 (42.) und der harten, aber vertretbaren roten Karte gegen Julia Steinhausen (Griff von hinten in der Arm) war die Partiel gelaufen. Wedaus Trainer Dirk Bauermann konnte sich in der Schlussphase sogar erlauben, seine Stammkräfte zu schonen. Mehr als eine kleine Resultatsverbesserung war für die Gastgeberinnen trotzdem nicht drin. Nun muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen, ansonsten wird es für die Wülfratherinnen in den kommenden Wochen ein langer Abstiegskampf.

Mettmann Sport — Bergische Panther (Frauen) 26:26 (15:14). Mit einem letztendlich gerechten Unentschieden endete die spannende Partie des Oberliga-Vierten MESport gegen den Fünften Bergische Panther. Beide Mannschaften hätten die spannende Begegnung für sich entscheiden können, versäumten es jedoch, in den entscheidenden Szenen den Sack zuzumachen.

In der ersten Halbzeit wogte das Spiel hin und her. Während bei den Gastgeberinnen vor allem Linkshänderin Leonie Lambertz die Akzente setzte, fiel bei den Panthern Spielertrainerin Alex Urban am meisten auf. Mitte der ersten Halbzeit reagierte Mettmanns Trainer Mark Kopold und ließ die wurfgewaltige Rückraumschützin von Dani Getz kurz decken. Damit fielen zumindest die einfachen Tore der Gäste weg. Nach dem Seitenwechsel schienen die Mettmannerinnen zehn Minuten gar nicht anwesend. Kopold versuchte es mit der zuletzt eigentlich immer gut harmonierenden Formation ohne die lange verletzte Rike Büngeler, doch diesmal ging das schief. Die Gäste nutzten die vielen Mettmanner Fehler konsequent aus und lagen mit 22:16 (41.) in Front. Dann brachte der Mettmanner Coach seine Spielmacherin wieder aufs Feld und wechselte Linda Haedelt ins Tor. Und das gesamte Team steigerte sich. Die Aufholjagd wurde mit dem Ausgleich zum 24:24 (52.) belohnt. Vier Minuten später führten die Gastgeberinnen in Überzahl sogar mit 26:24. Doch zwei technische Fehler nutzten die Gäste dann doch noch zum insgesamt verdienten Ausgleich.

(ff)