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Handball: ME-Sport ringt den Dritten TuS Lintorf nieder

Handball : ME-Sport ringt den Dritten TuS Lintorf nieder

In einer torreichen Verbandsliga-Partie hat das Team von Jürgen Tiedermann trotz Konzentrationsfehlern das bessere Ende für sich.

Mettmann-Sport — TuS Lintorf 39:35 (19:18). Für die Fachleute war das Derby in der Halle Herrenhaus sicherlich kein Zuckerschlecken. Aber für die Zuschauer war es ein richtiges Handballspektakel. Mit 74 Toren wurden beide Fanseiten verwöhnt. Am Ende setzten sich die Mettmanner ein wenig überraschend, aber hochverdient gegen die Lintorfer durch und bleiben damit in der oberen Verbandsliga-Hälfte. "Eine klare Steigerung gegenüber voriger Woche", fand Jürgen Tiedermann. Der ME-Sport-Trainer betonte: "Zum Glück haben wir die Schwächephase zum Ende der ersten und zum Anfang der zweiten Halbzeit kompensieren können. Insgesamt sicherlich kein Handball-Leckerbissen, ich glaube aber ein verdienter Erfolg." Sein Gegenüber Ralf Knigge hingegen stellte fest: "Eine verdiente Niederlage, auch wenn ich mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen nicht so einverstanden bin. Aber wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben. Ohne Deckung und in der meisten Zeit ohne Torwart kann man so ein Spiel nicht gewinnen."

Den besseren Start in die Partie hatten die Gastgeber, die angeführt vom überragenden, aber manchmal auch ein wenig zu verspielten Regisseur Tim Wittenberg schnell einen Zwei-Tore-Vorsprung herausholten und diesen über die gesamten ersten 30 Minuten hielten. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff der beiden ein wenig kurios, aber ihren Stil konsequent durchpfeifenden Unparteiischen Heisterkamp/Hussag lag ME-Sport mit 19:15 vorne. Um sich dann in den letzten 60 Sekunden noch drei Tore einzufangen und nur mit einer 19:18-Führung in die Kabine zu gehen.

Das schien den Gastgebern auch noch beim Wiederanpfiff in den Köpfen zu stecken, denn die Lintorfer nutzten die Konzentrationsfehler der Mettmanner zu drei weiteren Toren in Folge und lagen plötzlich selbst mit 21:19 in Front. Auch ein Verdienst von TuS-Torhüter Tobias Töpfer, der in dieser Phase seinen Kasten vernagelte. Doch ME-Sport kam zurück. Nun übernahm der erfahrene Thorsten Schirweit das Kommando und neben ihm wurde auch Tobias Dumschat immer besser. Beim 25:25 (42.) eben durch Schirweit war der Ausgleich wieder geschafft und von nun an ließen sich die Hausherren die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Lintorf versuchte zwar alles, konnte aber den Rückstand nie mehr egalisieren. Am Ende fiel es den Hausherren recht leicht, den Sieg gegen die offene Deckung der Lintorfer klar zu machen, auch wenn er mit 39:35 um ein bis zwei Tore zu hoch ausfiel.

Bei den Mettmannern gefiel der komplette Rückraum mit Regisseur Tim Wittenberg, Tobias Dumschat, Thorsten Schirweit und Sven Ehlhardt am besten, während bei den Gästen der junge Lukas Hörtler und Tim Bauerfeld als Werfer überzeugten. Dagegen hatten die Abwehrreihen inklusiv der Torhüter nur selten die Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

(ff)