Handball: ME-Sport kämpft das Schlusslicht nieder

Handball : ME-Sport kämpft das Schlusslicht nieder

Nach dem Sieg der Oberliga-Handballerinnen im Herrenhaus ist die Stimmung bei der Weihnachtsfeier prächtig. Das Team von Sabrina Berten klettert auf Rang zehn und verschafft sich etwas Luft im Abstiegskampf.

Mettmann-Sport - HSV Solingen-Gräfrath (Frauen) 26:25 (15:13). Mit dem Sieg über Gräfrath vergrößerten die ME-Sport-Handballerinnen den Vorsprung auf das Oberliga-Schlusslicht. Aber auch für die anschließende Weihnachtsfeier in der Düsseldorfer Altstadt dienten die zwei Punkte gegen die vom Ex-Trainer Ernie Meyer trainierten Solingerinnen als gute Einstimmung. Allerdings stand der Sieg bis Sekunden vor dem Abpfiff auf des Messers Schneide.

Ohne Melanie Habekost, deren Rückkehr ins Team noch einmal verschoben wurde, kamen die Mettmannerinnen nach einer ausgeglichenen Startphase besser ins Spiel und setzten sich von 7:7 (13.) auf 12:8 (21.) ab. Dabei profitierten die Gastgeberinnen von der guten Präsenz von Svenja Schulz. Gegen die Kreisläuferin fanden die Gäste zu keiner Zeit eine Lösung. Trotz der voraussehbaren Pässe ließ sich die Mettmannerin nicht aufhalten und holte neben ihren acht Treffern noch etliche Siebenmeter heraus. Allerdings schaffte die Mannschaft um die emsige Carla Beckmann es in der Defensive genauso wenig, die neun Mal erfolgreiche HSV-Kreisläuferin Franziska Penz in den Griff zu bekommen. So verpassten es die Gastgeberinnen, ihren Vorsprung bis zur Pause weiter auszubauen und mussten sich mit einer 15:13-Führung zufriedengeben.

Im zweiten Durchgang verlief das Spiel ähnlich. Die ME-Sport-Handballerinnen warfen sich immer wieder einen komfortablen Vorsprung heraus, konnten das Solinger Team, das sich in keiner Phase aufgab, aber nicht abschütteln. Nach dem zweiten verworfenen Siebenmeter von Kim Spiecker drohte die Partie fast zu kippen. Während Mettmann verpasste, das 25:22 zu erzielen, sorgten Gräfraths Penz und Loreen Jakobeit für den Ausgleich zum 24:24 (55.). Erst ein Stemmwurf aus zehn Metern von Beckmann sowie Annika Thanscheidt per Strafwurf brachten das 26:24 (57.) und damit die Vorentscheidung. Den Sieg hatten die Gastgeberinnen allerdings erst zehn Sekunden vor dem Ende sicher, als Solingen in guter Position den Ball ins Aus beförderte und damit den Startschuss für die Mettmanner Feierlichkeiten gab. Für Ex-Trainer Ernie Meyer war das Herrenhaus an diesem Tag also mal wieder kein gutes Pflaster. Sabrina Berten hingegen konnte mit dem Auftritt ihrer Mannschaft zufrieden sein.

(erd)
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