Handball: ME-Sport hofft im Derby auf Überraschung

Handball : ME-Sport hofft im Derby auf Überraschung

In der Handball-Verbandsliga empfängt der Fünfte heute im Herrenhaus den Spitzenreiter und Aufstiegsfavoriten Unitas Haan.

Mettmann-Sport – DJK Unitas Haan. Das Verbandsliga-Derby heute Abend um 18 Uhr im Mettmanner Herrenhaus dürfte sich als Zuschauermagnet erweisen. Immerhin gibt die Unitas als noch verlustpunktfreier Spitzenreiter ihre Visitenkarte ab. Nach der Niederlage des Zweiten Wülfrath bei der ARTReserve liegen die Haaner nun mit drei Zählern vorne – und können sich mit einem Sieg vielleicht noch weiter absetzen. Denn Verfolger TB Wülfrath steht beim TuS Lintorf vor einer Herausforderung.

Unitas-Coach Jörg Müller demonstriert Gelassenheit. Foto: Achim Blazy

Jürgen Tiedermann sieht die Aufgabe seiner Mannschaft gegen den Tabellenführer sehr realistisch. "Die Unitas ist auf allen Positionen gleichmäßig besetzt und daher für mich auch Favorit auf die Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga", stellt der ME-Sport-Trainer fest. Er betont: "Wir dürfen uns keine Fehler erlauben, ansonsten werden wir von der Haaner Flügelzange Kreisköther und Billen gnadenlos ausgekontert." Doch kampflos wollen die Gastgeber die Begegnung nicht abgeben. "Wir wollen in diesem Derby an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen und Haan so lange wie möglich Paroli bieten", kündigt Tiedermann an. Doch der Coach weiß: "Unsere Deckung und unsere Torhüter werden extrem gefordert sein. Vielleicht können wir aber die Haaner ein wenig ärgern und für eine Überraschung sorgen."

Bis auf den angeschlagenen Tim Schirweit steht Jürgen Tiedermann wohl der komplette Mettmanner Kader zur Verfügung. Der engagierte Trainer hofft auch auf eine volle Halle: "Trotz des Blotschenmarktes sollten sich die Handballfans dieses Derby nicht entgehen lassen. Es macht doch weitaus mehr Spaß, wenn man vor einer vollen Tribüne auflaufen darf", wirbt er für den Gang ins Herrenhaus.

Auch Jörg Müller rechnet mit viel Publikum. "Ich denke schon, dass diese Partie auf einiges Interesse stoßen wird, und zwar nicht nur von Mettmannern und Haanern, sondern auch von Handball-Fans ganz allgemein. Dann ist die Stimmung wirklich gut im Herrenhaus", glaubt der Unitas-Trainer. Das würde den Gästen in die Karten spielen. "Wir brauchen eine besondere Atmosphäre. Um auf ein bestimmtes Niveau zu kommen, müssen wir uns auch mal unter Druck setzen", weiß der 36-Jährige.

Gleichwohl soll seine Mannschaft die Aufgabe nicht unterschätzen. Denn der Stamm-Sechs von MESport bescheinigt Müller eine herausragende Qualität. In der Rückraum-Mitte beweist Tim Wittenberg viel Übersicht und kann seine Würfe gut platzieren. Aber auch in der Abwehr hält er die Fäden in der Hand. Sven Ehlhardt auf der halbrechten und Thorsten Schirweit auf der halblinken Seite vervollständigen den schlagkräftigen Rückraum der Mettmanner. Dazu kommen mit Matthias Piecuch und Kamil Bily zwei Torhüter der Extraklasse. "Zu Hause sind die Mettmanner noch ungeschlagen. Das wird eine ganz harte Nuss, deshalb müssen wir hochkonzentriert sein", erklärt Jörg Müller. An der bislang erfolgreichen Taktik will der Unitas-Coach jedoch nichts ändern. Will heißen: Eine stabile Abwehr, die gut steht und schnelle Gegenstöße einleitet. Auf der anderen Seite rechnet er aber auch mit einer überraschenden taktischen Variante der Mettmanner. "Wir haben uns auf alles vorbereitet", betont er. Denn das Ziel ist unverändert: Bis Weihnachten wollen die Haaner keinen Punkt mehr abgeben.

(RP)