Handball : ME-Sport erwartet das Schlusslicht

Die Mettmanner Oberliga-Handballer wollen mit einem Heimsieg ins neue Jahr starten.

Mettmann-Sport – HSG Neuss/Düsseldorf II. Lange standen die Handballer von ME-Sport in der Spitzengruppe der Oberliga. Nach vier Niederlagen in Folge sind die oberen Plätze in weite Ferne gerückt. „Wir wurden in den letzten Wochen vor Weihnachten förmlich in der Tabelle nach unten durchgereicht“, formulierte es Co-Trainer Andre Loschinski zuletzt deutlich. Obwohl es noch sechs Punkte zum ersten Abstiegsplatz sind, macht er klar: „Wir befinden uns nun im Abstiegskampf und müssen diese Negativspirale durchbrechen.“

Die erste Möglichkeit im neuen Jahr haben die Mettmanner am Samstag um 17.30 Uhr in eigener Halle gegen die HSG Neuss/Düsseldorf II. Dabei steht die Mannschaft von Trainer Jürgen Tiedermann im Herrenhaus unter Zugzwang, ist gegen das Schlusslicht klarer Favorit. „Gegen den Letzten zählen keine Ausreden“, macht Tiedermann die Situation klar, versucht dennoch, die Erwartungshaltung zu drosseln: „Man weiß nie, mit welcher Unterstützung aus dem Drittligateam der Gegner aufläuft.“

Bisher fiel die vereinsinterne Unterstützung für die HSG allerdings sehr mau aus. Die Zweitvertretung der Rhein Vikings bietet die schwächste Defensive der Liga auf. Bereits 357 Mal musste Martynas Savonis, der in der vergangenen Saison noch bei Mettmann-Sport zwischen den Pfosten stand, hinter sich greifen. Ähnlich wie die Mettmanner versucht die junge Vikings-Reserve, die seit dieser Saison vom ehemaligen Trainer des TV Angermund, Uli Richter, trainiert wird, über Tempohandball zum Torerfolg zu kommen. „Hier müssen wir ansetzen und dürfen uns im Angriff kaum Fehler erlauben, um die Vikings immer wieder in das gebundene Angriffsspiel zu zwingen“, baut Tiedermann auf eine starke, aggressive Defensive und hofft selbst auf schnelle Gegenstöße sowie erfolgreiche Abschlüsse seines Teams.

In der Weihnachtspause hatten die ME-Sport-Handballer viel Zeit zur Regeneration. Erst in dieser Woche bat das Duo Tiedermann/Loschinski die Mannschaft wieder zum Training. „Eine optimale Vorbereitung sieht sicherlich anders aus, allerdings hat es den Spielern gut getan und so haben besonders die angeschlagenen Akteure jetzt die Möglichkeit, sich wieder an das Team heranzuarbeiten“, sagt Tiedermann. Mit einem Sieg würden die Mettmanner trotz des ausgerufenen Abstiegskampfes den Vorsprung auf die Abstiegszone sehr deutlich ausbauen.