Maximilian Kulesza ist neuer Vorsitzender des VfB 03 Hilden

Fußball : VfB 03 stellt sich im Vorstand neu auf

Maximilian Kulesza ist als 1. Vorsitzender des Fußball-Oberligisten Nachfolger von Robert Wagner. Wolfgang Appelstiel hört als Leiter Verwaltung und Organisation auf, dafür übernimmt Axel Witaseck das Amt.

Mit Verspätung ging jetzt die turnusgemäße Jahresversammlung des VfB 03 Hilden über die Bühne. Wichtigster Tagesordnungspunkt: Die Neuwahl des Vorstandes. Robert Wagner, der im April 2016 das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm, stellte sich nicht zur Wiederwahl – ein Grund, weshalb sich die Führungsetage in den vergangenen Monaten noch einmal neu aufstellen musste. Mit Erfolg, denn einstimmig wählten die Mitglieder nun in der Cafeteria auf der Anlage an der Hoffeldstraße Maximilian Kulesza zum neuen Vorsitzenden. „Ich bin dem Verein seit 18 Jahren verbunden“, stellte er sich der Versammlung vor, bei der erste und zweite Mannschaft fast komplett anwesend waren und damit für eine gute Kulisse sorgten. Kulesza, der Fußball „auf der Straße“ lernte, spielte nie im Verein, folgte aber dem Werben des früheren Jugendobmanns Detlev Kücker und trainierte eine Jugendmannschaft. „Ich hatte Spaß daran, mit Kindern zu arbeiten“, sagt er. Sechs Jahre währte das Engagement, dann ließen Ausbildung und Beruf nicht mehr genügend Zeit für die Trainertätigkeit. Kulesza blieb jedoch ein aufmerksamer Beobachter, verfolgte auch auswärts die Spiele der ersten Mannschaft.

Seit neun Monaten ist der Hildener im Verein im Bereich Marketing tätig. „Es gibt diverse Sachen, die man verbessern kann, aber immer viel reden ist das eine – besser ist es, selbst anzupacken“, betont er im Gespräch mit unserer Redaktion. In den vergangenen Monaten war Kulesza, der mehr Verantwortung übernehmen wollte, bei den Vorstandsitzungen dabei. „Ich fühlte mich gut aufgenommen, die Zusammenarbeit passte super“, berichtet er. Und als sich die Suche nach einem Nachfolger für Robert Wagner ergab, wurde Kulesza gefragt, ob er sich das vorstellen könne. „In offizieller Position kann man mehr bewirken, deshalb probiere ich es jetzt auch mal als 1. Vorsitzender“, präsentiert sich der Wirtschaftsjurist voller Tatendrang.

Einstimmig wählten die Mitglieder Maximilian Kulesza ins neue Amt. Ebenfalls einstimmig votierten die Mitglieder für die Wiederwahl von Rainer Schlottmann (2. Vorsitzender) und Achim Metz (Finanzen). Neuer Leiter Verwaltung und Organisation ist Axel Witaseck. Er tritt die Nachfolge von Wolfgang Appelstiel an, der im Juni 2013 als 1. Vorsitzender begann und sich nach knapp drei Jahren in anderer Funktion jetzt aus der Vorstandsarbeit verabschiedete.

Im Vorstandsbericht blickte Appelstiel noch einmal zurück, legte dabei den Fokus seiner Ausführungen auf die erste Mannschaft. „Unsere Spieler haben sich entwickelt, sind begehrt“, kommentierte er den notwendigen Umbruch im vergangenen Sommer. „Einen guten Start schaffen wir einfach nicht“, merkte Appelstiel angesichts des schwachen Meisterschaftauftakts an. Immerhin schaffe das Team aber immer wieder, sich im Mittelfeld zu platzieren. Der Sprung nach ganz oben gelingt jedoch nicht. „Vielleicht sind wir nicht ehrgeizig genug, vielleicht zu schnell satt, um einmal auf einen einstelligen Tabellenplatz zu kommen“, analysierte er. Im Rückblick betonte er: „In der vergangenen Saison hatten wir den besten Kader der vergangenen sechs Jahre.“ Gemeinhin bewege sich der VfB 03 auf dem Niveau der Mannschaften, „die Platz sieben bis 15 ausspielen“.

Unterstützung signalisierte der Vorstand zudem dem Bezirksliga-Team. „Wenn es aufsteigt, möchten wir sportlich die Rahmenbedingungen für die Landesliga schaffen. Das ist nicht einfach, aber möglich. Wenn es nicht klappt, geht das Leben auch weiter“, erklärte Appelstiel. Weil auch die neu gegründete dritte Mannschaft im Aufstiegsrennen der Kreisliga C noch ein Wörtchen mitredet, fiel sein Fazit für den sportlichen Bereich in 2018 zufriedenstellend aus.

Mehr Diskussionsbedarf hatten die Mitglieder angesichts der geplanten Beitragserhöhung. Letztlich nickte die Versammlung sie aber ab. Senioren zahlen nun 140 statt 120 Euro, passive Mitglieder 80 statt 70 Euro im Jahr. Rund 3500 Euro Zusatzeinnahmen bringt das dem aktuell 620 Mitglieder zählenden Verein. Geld, das unter anderem notwendig ist für Reinigung und Renovierung der Duschen in den Kabinen. Weil die arg ramponiert sind, rechnet der Klub mit Ausgaben von bis zu 10.000 Euro.

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