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Fußball: Marcel Gaus lost Obi-Cup aus

Fußball : Marcel Gaus lost Obi-Cup aus

Das Turnier für U 17-Junioren steigt Ende Juni auf der Bandsbusch-Anlage. FK Velez Mostar und Warrington Town FC sorgen für den internationalen Flair der Fußball-Talentschau.

Hilden Bereits in sieben Wochen richtet der VfB Hilden wieder den internationalen Obi-Cup für U 17-Junioren aus. Am 30. Juni und 1. Juli geben sich auf der Bezirkssportanlage am Bandsbusch nationale und internationale Fußball-Talente ein Stelldichein. Gestern führte der VfB 03 die Auslosung in den Geschäftsräumen von Sponsor Autohaus Mitsubishi-Brüggemann durch. Und als "Glücksfee" gewannen die Verantwortlichen mit Marcel Gaus wieder mal einen Profi – der allerdings Hildener Wurzeln hat. Immerhin spielte der gebürtige Düsseldorfer in der C- und B-Jugend für den SV Nord, ehe er 2007 zu den A-Junioren von Fortuna Düsseldorf wechselte. Im Seniorenbereich lief Gaus aber zunächst vornehmlich in der Zweitvertretung auf, zumal der Stürmer den Fokus auf die schulische Laufbahn legte und so erfolgreich das Abitur absolvierte.

In der Saison 2010/2011 standen dann 17 Partien in der Zweiten Liga zu Buche. Doch erst mit dem Wechsel zum FSV Frankfurt gelang der Durchbruch. "Ich bin gerade noch auf den Zug aufgesprungen", kommentiert Gaus selbst seinen Spätstart bei den Profis, den er mit 29 Zweitliga-Begegnungen in der vergangenen Saison krönte. Eine baldige Rückkehr zur Fortuna schließt er aber aus – auch wenn er den Düsseldorfern nach dem 2:1-Sieg im Relegationsspiel bei Hertha BSC Berlin eine gute Ausgangsposition für den Aufstieg in die 1. Bundesliga bescheinigt.

Doch auf Dauer will der 22-Jährige ebenfalls im deutschen Oberhaus kicken. "Das muss das Ziel sein. Das liegt aber an der Entwicklung des Vereins und an mir: Mal schauen, wie ich mich selbst weiterentwickle", beweist Gaus Bodenhaftung. Den Wechsel nach Frankfurt sieht er als wichtigen Schritt im persönlichen Reifeprozess. Gleichwohl verfolgt er auch die Erfolge der Fortuna, zumal er regelmäßig in der Landeshauptstadt seine Familie besucht. "Ich freue mich, dass sich der Verein so stabilisiert hat", erklärt Gaus, der auch die Jahre nach der sportlichen Karriere bereits im Blick hat und deshalb ein Fernstudium der Wirtschaftswissenschaft absolviert. "Momentan liegt der Fokus aber ganz klar auf Fußball", betont er.

Der Abstecher zur Auslosung des Obi-Cups war für Marcel Gaus eine Selbstverständlichkeit. Und der Kontakt kam schnell über freundschaftliche Verbindungen zu seinen ehemaligen Hildener Fußballkameraden zustande. Zugleich findet er lobende Worte für das Turnier: "Generell ist die Qualität nicht die schlechteste. Da sind viele Bundesliga-Mannschaften dabei. Und für die Jugendspieler ist es ein Anreiz, auch mal gegen ausländische Teams zu spielen – ich finde es gut, dass ihnen diese Möglichkeit gegeben wird." Beim Griff in die Lostrommel meinte er es dann auch besonders gut mit dem Nachwuchs des VfB Hilden: Der Niederrheinligist trifft in seiner Gruppe unter anderem auf die bosnische Mannschaft von FK Velez Mostar und den ostdeutschen Traditionsklub Dynamo Dresden.

(RP)