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Marcel Billen fühlt sich bei der Unitas Haan wohl

Handball : Marcel Billen fühlt sich bei der Unitas Haan wohl

Seit neun Jahren trägt der Linkshänder das Unitas-Trikot – und will noch einige Saisons dranhängen. Der 32-Jährige hofft, nach seiner längeren Verletzungspause am Sonntag gegen Aufderhöhe zum Einsatz zu kommen.

Unitas Haan – TSV Aufderhöhe. Nach der Spielpause am vergangenen Wochenende – Gegner VfB Homberg sagte die Partie in Haan wegen eines Corona-Falls ab – ist die Heimpremiere der Unitas-Handballer in der Halle an der Adlerstraße auf diesen Sonntag vertagt. Die Zuschauer können sich auf eine spannende Begegung freuen, denn mit dem TSV Aufderhöhe ist eine Mannschaft zu Gast, mit der die Haaner in der Vergangenheit schon so manchen Strauß ausgefochten haben. „Das ist ein Derby und da sind unsere Jungs, aber auch der Gegner doppelt motiviert“, stellt Moritz Blau fest und fügt hinzu: „Für uns ist das kein Spiel wie jedes andere – die Rivalität besteht schon über viele Jahre. Dabei sind die Spieler, mit denen man lange Rivale war, größtenteils nicht mehr im Kader. Letztlich geht es aber nicht um Personen, sondern gegen den verein.“

Einer, der sich besonders auf diese Begegnung freut, ist Marcel Billen. Der gebürtige Solinger läuft bereits seit neun Jahren für die Unitas auf. „Ich habe ein super Verhältnis mit den Leuten. Warum soll ich wechseln, wenn ich mich wohlfühle?“, sagt er. In jungen Jahren spielte der Linkshänder für den Merscheider TV. Seine erste Oberliga-Erfahrung sammelte er in der ersten Mannschaft der SG Solingen, wechselte später in die Zweitvertretung der Spielgemeinschaft, weil er die Ausbildung wichtiger einstufte als den Handball. „Der Trainer sah das anders“, merkt Billen im Rückblick trocken an.

Als Billen die Abschlussprüfung bestanden hatte, löste sich die SG-Zweite auf – und es kam genau zur rechten Zeit ein Anruf der Unitas. Billen entschied sich für Haan und Mitspieler wie Stefan und Martin Panthel oder Sascha Grünwald und gegen die DJK Adler Königshof, die ebenfalls im Rennen war. Zumal der Merscheider in zehn Minuten in der Halle an der Adlerstraße ist. Die Qualitäten von Marcel Billen liegen für Moritz Blau auf der Hand: „Er hat ein gutes Wurfbild, ist ein schneller Spieler und auch in der Abwehr gut – sportlich ist das Gesamtpaket super, aber auch menschlich passt er gut rein.“ Und dann gesteht der Co-Trainer der Unitas schmunzelnd: „Mit kleinen Unterbrechungen spiele ich mit Marcel zusammen, seit wir 15 sind – ich kenne ihn also schon ziemlich lange.“

Mit 32 ist Marcel Billen nunmehr im reiferen Handballer-Alter, gleichwohl betont er auf Nachfrage mit einem herzhaften Lachen: „Ich habe vor, noch ein paar Jahre zu spielen.“ Der Industriemechaniker, der seit fünf Jahren als Teamleiter in der Produktion für die Organisation zuständig ist, hat nach wie vor viel Spaß am Handball. „Ich bin gerne mit Leuten zusammen in der Halle, bin keiner, der alleine Sport macht, sondern ich mag einfach den Teamsport. Man hat auch mal schlechte Tage und dann kann man sich den Frust aus der Seele laufen und spielen. Sport ist eine gute Ablenkung“, erläutert Billen, der als Linkshänder ein begehrter Spieler ist. Moritz Blau konstatiert mit Nachdruck: „Für mich ist er der beste Rechtsaußen der Liga.“ Einer, der gerne mal „den Torhüter vernascht“ und auf besondere Weise den Ball im Kasten unterbringt. „Das ist das i-Tüpfelchen, aber wenn es nicht klappt, ist man der Buhmann. Meistens habe ich aber das Glück auf meiner Seite“, sagt er.

Seinen letzten Auftritt für die Unitas hatte Marcel Billen Ende August im Freundschaftsspiel gegen die HSG Konstanz. „Gegen einen Bundesligisten wollte ich unbedingt dabei sein“, gesteht er. Seither hat er Probleme mit der Achillessehne, will aber am Sonntag (11.15 Uhr, Halle an der Adlerstraße) gegen den TSV Aufderhöhe wieder mit von der Partie sein. „Mich reizt jede Mannschaft, aber beim TSV sind viele Leute dabei, die ich noch von früher und auch so kenne“, erklärt er und betont: „Das ist eine Mannschaft, gegen die ich gerne spiele und wo ich immer ganz gut aussah. Die müssen und wollen wir schlagen.“