Handball : Lokalrivalen unter Druck

Mettmann-Sport tritt beim Tabellen-Nachbarn HSG Düsseldorf II an.Beide Handball-Oberligisten sind vom Abstieg bedroht und brauchen jeden Punkt.

Düsseldorf II – Mettmann-Sport. Der Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga spitzt sich zu. Angesichts der vielen unerwarteten Ergebnisse könnte es sogar bis zum letzten Spieltag dauern, ehe die vier Absteiger gefunden sind. So überraschte zuletzt der Drittletzte Neuss mit einem 38:32-Erfolg in Remscheid. Der Vorletzte Burscheid verschenkte beim 29:30 gegen den Tabellenzweiten Wuppertal zumindest einen Punktgewinn. Und auch der morgige Gegner von ME-Sport ließ aufhorchen: Die Düsseldorfer feierten einen verdienten 36:34-Sieg in Kapellen, rangieren nun einen Platz und einen Zähler vor den Mettmannern, die weiterhin ein Drei-Punkte-Polster auf die TG Hilgen auf dem ersten Abstiegsrang haben. Die Bergischen können aber am Sonntag gegen die zuletzt desolaten und mittlerweile ebenfalls gefährdeten Kapellener Boden gutmachen.

Erster Heimsieg im Hinspiel

Somit hat das Duell der Orts- und Tabellennachbarn am Samstag (19.45 Uhr, Halle Rückertstr.) große Bedeutung. Vor dem Hinspiel stand die junge Truppe von Spielertrainer Benny Daser ebenfalls einen Punkt vor dem Team von Coach Lutz Plümacher. Damals machte Martin Panthel zehn Sekunden vor Schluss mit dem 27:26 den ersten Heimsieg perfekt, durch den die Mettmanner an den Düsseldorfern vorbeizogen. „Damals hatten wir vor allem große Probleme mit Sascha Ranftler“, erinnert sich Lutz Plümacher noch gut an dessen acht Volltreffer. Morgen gehen die Kontrahenten mit der gleichen Ausgangsposition in das Derby und würden beide mit einem Erfolg einen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Da die Düsseldorfer Zweitliga-Mannschaft am Sonntagnachmittag zu Hause gegen TuSpo Obernburg spielt, können die Düsseldorfer möglicherweise auch auf Akteure mit Doppelspielrecht aus dem Zweitliga-Kader zurückgreifen. „Das müssen wir einkalkulieren“, bleibt der ME-Sport-Coach gelassen. Bei den Siegen in Aldekerk (42:31), Wuppertal (41:35) und gegen Niederwermelskirchen (25:24) hat sich gezeigt, was diese Verstärkungen für das HSG-Team bedeuten. Ohne sie kassierten die Düsseldorfer nicht einkalkulierte Heimniederlagen gegen Hilgen (24:28) und Ratingen (32:35).

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Bestnote für Florian von Gruchalla

„Ich habe Informationen von meinem Kollegen Peter Brixner bekommen“, berichtet Lutz Plümacher. Der inzwischen entlassene Kapellener Trainer stellte vor allem Florian von Gruchalla (10), aber auch Patrick Ranftler (6) und Spieler-Trainer Benny Daser (8) Bestnoten beim Düsseldorfer 36:34-Sieg aus.

Die Mettmanner laufen am Samstag ohne Routinier Jens Buss auf (private Verpflichtungen). Christin Klein und Matthias Späth (beide Grippe) sowie Philip Schmalbuch (Beruf) fehlten beim Training. „Ich hoffe, ich kann alle drei einsetzen“, so Lutz Plümacher, der nach seiner Erkrankung am gestrigen Donnerstag erstmals wieder das Training leiten konnte. „Wir stehen unter Druck und müssen unbedingt punkten – die Düsseldorfer aber auch.“

(RP)
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