Fußball: Kulm-Elf gibt die richtige Antwort

Fußball : Kulm-Elf gibt die richtige Antwort

Auf der außerordentlichen Jahresversammlung am Dienstag stellt sich kein neuer Vorstand zur Verfügung. Doch das Team des VfB Hilden beweist Charakter und übernimmt mit einem 6:1-Sieg die Landesliga-Spitze.

VfB Hilden – TuS Grevenbroich 6:1 (2:1). Mit dem Erfolg über den Drittletzten Grevenbroich kletterten die Fußballer des VfB 03 überraschend bereits am Mittwochabend auf den Landesliga-Gipfel. Denn der bisherige Tabellenführer ASV Süchteln leistete sich auf eigenem Platz eine 1:2-Niederlage gegen den SC Düsseldorf-West. Die Hildener verbesserten dagegen mit ihrem hohen Sieg auf einen Schlag das Torverhältnis, das nun ein zusätzlicher Trumpf im Titelrennen ist. Bei Punktgleichheit kommt der VfB 03 aktuell auf 51:21 Tore (plus 30), der ASV nur noch auf 47:18 (+29).

Nach dem enttäuschenden Verlauf der außerordentlichen Jahresversammlung am Dienstagabend hielt sich das Interesse der Zuschauer einen Tag später in Grenzen. Die treuen Fans sahen allerdings einen überzeugenden Auftritt der Platzherren, die von Beginn an ihre Entschlossenheit demonstrierten. Als die TuS-Abwehr im Strafraum Pascal Weber nur mit einem Foul stoppen konnte, verwandelte Jannik Weber den Elfmeter sicher zur frühen 1:0-Führung (6.). Allerdings schlugen die Grevenbroicher schnell zurück. Zunächst jagte Swen Rommerskirchen den Ball nur an die Lattenunterkante, doch im Nachsetzen beförderte Daniel Förster das Leder zum 1:1 (14.) über die Linie. Danach waren die Höhepunkt in der ersten Halbzeit an einer Hand abzuzählen. So parierte Sebastian Siebenbach mit Mühe einen Schuss von Tim Allroggen (26.). Mit einem Diagonalpass auf die rechte Seite leitete Philipp Hombach die erneute Führung ein. Pascal Weber fackelte nicht lange und markierte von der Strafraumgrenze das 2:1 (32.).

Gleich nach dem Wiederanpfiff erhöhten die VfB-Kicker den Druck. Pascal Weber scheiterte am Schlussmann, den Treffer des nachsetzenden Jannik Weber ließ Schiedsrichter Marcel Reinhold wegen eines vorausgehenden Handspiels nicht gelten (46.). Drei Minuten später aber brachte Jannik Weber per Kopf eine Hombach-Ecke zum 3:1 im Netz unter. Die Chancen der Hildener häuften sich, allein die Verwertung ließ zu wünschen übrig. Zwischendrin machte aber auch der TuS noch einmal auf sich aufmerksam. Diesmal traf Mustafa Paktiani nur die Lattenunterkante. Erneut setzte Förster nach, fand aber jetzt seinen Meister in Siebenbach (53.). Mit einem Hackenpass leitete Fabian zur Linden die Vorentscheidung ein, Pascal Weber vollendete zum 4:1 (61.). Dann ließ Bünyamin Dogan bei seiner Premiere im VfB-Trikot mit einem Knaller von der linken Seite aufhorchen –TuS-Keeper Andre Ferber klärte mit den Fäusten (76.). In der Folge vergab allein Denis Hauswald drei große Möglichkeiten (83./84.) Fabian Andree verwertete einen präzisen Rückpass von Dogan jedoch aus der Distanz zum 5:1 (86.) . Und dann köpfte Jannik Weber noch eine Ecke von Manuel Trebbin zum 6:1 (90.) ein.

"Als das Tor gefallen ist, kam gleich die spielerische Leichtigkeit wieder", freute sich Kulm. "Die Frische ist jetzt wieder da. Jeder will seine beste Leistung bringen", erkannte der Trainer. Und blickt nun zuversichtlich dem Spitzenduell am Sonntag (15.30 Uhr, Hoffeldstraße) gegen den Dritten 1. FC Mönchengladbach entgegen.

(RP)
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