Handball : Klettertour fortsetzen

Die Unitas Haan geht als Favorit in die Partie beim Vorletzten ATV Hückeswagen.Der Handball-Verbandsligist muss beide Punkte entführen, um seine Aufstiegschance zu wahren.

Hückeswagen – Unitas Haan. Die Verbandsliga-Partie am späten Sonntagabend (19 Uhr) hat für die Unitas eine besondere Bedeutung. Denn die Haaner haben es selbst in der Hand, den dritten Tabellenplatz zu verteidigen oder sich – mit etwas Glück – sogar noch zu verbessern. Das Team von Trainer Jürgen Tiedermann sitzt der HSG Radevormwald/Herbeck mit einem Zähler Rückstand im Nacken. Andererseits lauert die punktgleiche HSG Ratingen/Lintorf ebenso auf einen Ausrutscher der Konkurrenten – auch der Unitas-Handballer.

Selbstvertrauen getankt

„Wir sollten nach der überzeugenden Leistung gegen Kettwig genug Selbstvertrauen getankt haben, um diese schwierige Auswärtshürde zu überspringen“, hofft Jürgen Tiedermann fest. Das Hinspiel gewann seine Mannschaft allerdings nur knapp mit 33:31. Wie die vergangenen Wochen zeigten, müssen sich die Haaner über die komplette Spielzeit konzentrieren und das Tempo hoch halten. Zuletzt kamen die Kettwiger mit dieser Taktik überhaupt nicht zurecht und wurden regelrecht überrollt.

Doch auch wenn Hückeswagen ein vermeintlich leichter Gegner ist, sind die Gäste gewarnt. Der ATV stieg gemeinsam mit der Unitas in die Verbandsliga auf und entließ kürzlich Trainer Pit Müller. Nun ist Dirk Hille in der Verantwortung und Jürgen Tiedermann vermutet: „Wir werden auf einen stark motivierten Gegner treffen.“ Dafür spricht auch die Tabellensituation. Denn die Bergischen belegen zwar den ersten Abstiegsrang, sind aber punktgleich mit den Solinger Teams TSG und SG. Während die Haaner zuletzt Kettwig 38:30 abfertigten, verlor Hückeswagen in Oberkassel glatt mit 26:32.

Am Sonntag muss Jürgen Tiedermann eventuell auf Jörg Weiss (Bänderdehnung) und Torwart Carsten Täubner (Grippe) verzichten. Der Trainer setzt taktisch auf Bewährtes: „Wir dürfen Hückewagen nicht zur Ruhe kommen lassen, müssen den Gegner von Beginn an unter Druck setzen.“

„Das Hinspiel gibt uns natürlich Hoffnung, auch wenn wir Außenseiter sind. Aber wir spielen zu Hause und wollen gegen Haan das Unmögliche möglich machen“, gibt sich der neue ATV-Trainer Dirk Hille vor seiner Heimpremiere kämpferisch. Damit die Überraschung gelingt, haben die Hückeswagener in dieser Woche konzentriert an den Schwächen in Angriff und Abwehr gearbeitet, „um mehr Sicherheit ins Spiel zu bekommen“. Das ist auch bitter nötig, verfügen die Haaner doch über viele Routiniers, die mit allen Wassern gewaschen sind und jede kleinste Schwäche konsequent nutzen.

Hag und Mettler fraglich

Ob Tobias Hag und Sebastian Mettler (beide Knieprobleme) auflaufen können, entscheidet sich kurzfristig. „Das wäre schon wichtig, besonders Sebastian würde uns in der Spiel- und Abwehrorganisation fehlen“, hofft Dirk Hille.

(RP)
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