Handball: Klassenerhalt in Sichtweite

Handball: Klassenerhalt in Sichtweite

Der TB Wülfrath gewinnt das Derby beim ebenfalls bedrohten LTV Wuppertal mit 29:27.Der Handball-Oberligist hat ein Fünf-Punkte-Polster zur SG Dülken, die auf dem ersten Abstiegsplatz rangiert.

Wuppertal – TB Wülfrath 27:29 (16:15). Einen im Abstiegskampf vermutlich entscheidenden Sieg landeten die TBW-Handballer im Oberliga-Derby. Die Wülfrather setzten sich nach einem 60 Minuten lang umkämpften Duell bei den mit bedrohten Wuppertalern 29:27 durch. Dabei reichte dem TBW, so Trainer Jurek Tomasik, eine durchschnittliche Leistung, um die schwachen Gastgeber in Schach zu halten. Nach der gleichzeitigen 29:30-Niederlage des Vorletzten SG Dülken gegen den Spitzenreiter HG Remscheid bauten die Wülfrather ihren Vorsprung zum ersten Abstiegsrang auf fünf Zähler aus. Zudem hat der TBW ein Drei-Punkte-Polster auf den LTV und auch den besseren direkten Vergleich gegen den Lokalrivalen (Hinspiel 30:25).

Krimi in Schlussphase

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Im ersten Durchgang hatten zumeist die Wuppertaler knapp die Nase vorn – allerdings maximal mit zwei Toren. Vor allem der Ex-Mettmanner Alex Graf, der zwar noch angeschlagen ist, aber sich in den Dienst der Mannschaft stellte, gab Impulse und erzielte vor der Pause drei Treffer. Die Wülfrather zeigten sich zwar nicht in allen Mannschaftsteilen von ihrer besten Seite, doch zumindest die Abwehr vor dem starken Torhüter Tobias Geske hielt den LTV-Angriff weitgehend in Schach. Nach dem Wiederanpfiff konnten die Wuppertaler eine Zwei-Tore-Führung selbst bei einer 6:4-Überzahl nicht ausbauen. Stattdessen glichen die Wülfrather in der 57. Minute zum 27:27 aus. In der Schlussphase entwickelte sich ein Handball-Krimi. Zunächst traf Björn Wohlgemuth nur den TBW-Pfosten. Die LTV-Abwehr holte sich zwar den Ball zurück, doch Rechtsaußen Marcel Obermeier vergab aus guter Position. Im Gegenzug bekamen die Gäste einen Siebenmeter, den Thomas Sorgnit zum 28:27 nutzte. Auch der nächste Wuppertaler Angriff endete erfolglos. Auf der Gegenseite entschieden die Schiedsrichter Johnen/Lienert erneut auf Strafwurf, den wiederum Thomas Sorgnit zum entscheidenden 29:27 verwandelte.

TBW-Trainer Jurek Tomasik war zwar nicht mit der Leistung, aber natürlich mit dem Ergebnis zufrieden: "Am Ende zählen nur die Punkte, wie der Sieg zustande kam, ist eigentlich egal." Der Coach lobte vor allem Deckungschef Michael Steffens: "Er hat unsere Abwehr wie ein Bollwerk zusammen gehalten und wurde dabei vom jungen Moritz Brix bestens unterstützt." Torhüter Tobias Geske und Thomas Sorgnit bekamen ebenfalls gute Noten: "Thomas hat die letzten drei Siebenmeter eiskalt verwandelt.

(RP)