Handball Klare Entscheidung im Derby

Handball · Von Beginn an dominierte der TB Wülfrath das Lokalduell in der Handball-Verbandsliga. Denn Mettmann-Sport liegt bereits zur Pause deutlich zurück und kann auch in der zweiten Halbzeit keine Akzente setzen.

 Florian Heimes (l.) und Marcel Hellbeck (r.) versuchen vergeblich, den Wülfrather Marvin Wettemann in die Zange zu nehmen.

Florian Heimes (l.) und Marcel Hellbeck (r.) versuchen vergeblich, den Wülfrather Marvin Wettemann in die Zange zu nehmen.

Foto: Dietrich Janicki

– Mettmann Sport 36:25 (16:11). Zu einer ganz klaren Angelegenheit wurde das Derby in der Handball-Verbandsliga für den gastgebenden TBW. Mit einem deutlichen Sieg schickten die Wülfrather die Gäste auf den Heimweg und dokumentierten damit den Leistungsunterschied zwischen beiden Mannschaften an diesem Tage mehr als eindeutig.

So sah es auch Thomas Molsner, der einen Tag nach der Partie immer noch sehr enttäuscht über die Leistung seiner Mannschaft war. "Wir hatten die letzten beiden Wochen konzentriert auf die Spielweise der Wülfrather hin trainiert. Und was mich am meisten ärgert: es ist genau so gekommen, der TBW hat genau das gemacht, wo wir drauf hingewiesen haben. Aber meine Mannschaft hat von unseren einstudierten Antworten kaum oder nur sehr selten etwas umsetzen können und sich teilweise in ihr Schicksal ergeben", bilanzierte der ME-Sport-Trainer. Dagegen war Thomas Humpert naturgemäß hoch erfreut über den Ausgang der Begegnung und die Leistung seiner Truppe. "Wir haben von der ersten Minute an unser Konzept durchgezogen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich von der Leistung der Mettmanner schon ein wenig enttäuscht war. Da kam ja kaum Gegenwehr", fand der Wülfrather Coach.

Von Anfang an setzten die Gastgeber die besseren Aktionen in einem zwar hart, aber dennoch sehr fair geführten und von den Wuppertaler Schiedsrichter – den Brüdern Frankholz – hervorragend geleiteten Lokalduell. Wülfrath hatte immer eine Hand mehr im Spiel und konnte sein bekanntes System zumeist ohne große Gegenwehr umsetzen. Der starke Regisseur Marvin Wettemann brachte mit angesagten Kreuzungen immer wieder die Halben Thomas Grugel (8) und Moritz Brix (4) ins Spiel, die dann keine Probleme hatten, den Ball im Mettmanner Tor unterzubringen. Da hatten auch die Gäste-Torhüter wenig Chancen, sich auszuzeichnen. Nach dem 8:3 Mitte der ersten Halbzeit gingen die Gastgeber über 13:5 letztlich mit einem 16:11-Vorsprung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie bis zum 20:15 noch etwas umkämpft, doch dann brachen bei den Mettmannern alle Dämme. Innerhalb von gut zehn Minuten baute der TBW seinen Vorsprung über 24:15 auf 30:19 aus – das war mehr als eine Vorentscheidung. Am Ende fiel der Sieg der Wülfrather mit 36:25 auch in der Höhe verdient aus.

"Bis auf wenige Ausnahmesituationen hatten wir den an diesem Tage weitaus besseren Wülfrathern nichts entgegenzusetzen", gestand Thomas Molsner. "Teilweise sah es so aus, als ob wir völlig den Faden und auch die Disziplin verloren hätten. Da halfen dann auch keine Umstellungen mehr. Die Mannschaft hat zwar die Einstellung nicht vermissen lassen, aber das war insgesamt zu wenig", analysierte der ME-Sport-Coach. Einzig Damian Mondzrik nahm Molsner aus der Kritik heraus. Dem achtfachen Torschützen fehlte es nach einem sehr guten Spiel am Ende aber auch an der nötigen Kraft. Auf der anderen Seite war Thomas Humpert voll des Lobes. "Das hat heute richtig Spaß gemacht. Die Jungs waren motiviert genug, hatten aber dennoch ihre Nerven im Griff und haben nicht überdreht. Insgesamt fand ich den Sieg auch in dieser Höhe klar verdient", stellte der Wülfrather Trainer fest.

(ff)
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