Leichtathletik: Kenias Asse sind auf Rekord-Jagd

Leichtathletik : Kenias Asse sind auf Rekord-Jagd

Der 34-jährige Duncan Kibet führt ein Quartett an, das am 28. April die Strecken-Bestmarke beim Düsseldorfer Metro-Marathon knacken will.

Der Streckenrekord beim Metro-Group-Marathon ist in Gefahr. Bislang hält der Äthiopier Seboka Diriba Tola die Bestmarke für die 42,195 Kilometer lange Strecke quer durch Düsseldorf, mit 2:08:25 Stunden. Doch bei der elften Auflage am 28. April stehen bereits jetzt vier Läufer in der Meldeliste, die diese Zeit unterboten haben. Allen voran Duncan Kibet aus Kenia. Der 34-Jährige hatte 2009 den Rotterdam-Marathon gewonnen und dabei mit 2:04:27 Stunden einen kenianischen Rekord aufgestellt, zudem den damals gültigen Weltrekord nur um 28 Sekunden verpasst.

Nach der Weltklasseleistung stoppten Kibet jedoch immer wieder Verletzungen. In Düsseldorf will sich der Kenianer nun international zurückmelden, nachdem er beim Seoul-Marathon im März als Tempomacher gelaufen war. Vier seiner Landsleute gehören in Düsseldorf zu den stärksten Konkurrenten. Der schnellste von ihnen ist der Zweite des Paris-Marathons von 2005, Paul Biwott: Der 34-Jährige stellte seine Bestzeit von 2:06:54 Stunden 2011 in Amsterdam auf. Auch der Sieger des Dubai-Marathons 2011 ist in Düsseldorf dabei – David Barmasai erreichte bisher 2:07:18. Duncan Koech hat eine Bestzeit von 2:07:53, aufgestellt im Oktober in Köln. Und Pius Ondoro reist mit einem persönlichen Rekord von 2:08:00 an.

In einer ähnlichen Situation wie Duncan Kibet befindet sich André Pollmächer vom Veranstalter Rhein-Marathon. Der 30-jährige Neu-Düsseldorfer will sich beim Metro-Marathon auf der längsten olympischen Laufdistanz zurückmelden. Seine persönliche Bestzeit hatte er ebenfalls im Frühjahr 2009 erzielt, mit 2:13:09 beim dritten Platz in Düsseldorf. Auch ihn stoppten zuletzt immer wieder Verletzungen – wie am Sonntag, als er bei der deutschen Meisterschaft im Halbmarathon aussteigen musste.

In der Frauenkonkurrenz möchte Melkam Gizaw am 28. April ganz nach vorn. Die 22-jährige Äthiopierin überquerte im Vorjahr nach 2:27:50 Stunden als Dritte die Ziellinie an der Unteren Rheinwerft. Ihre Bestzeit erreichte sie vor zwei Jahren in Eindhoven mit 2:26:52. Veronica Pohl aus Leverkusen läuft in Düsseldorf ihren zweiten Marathon. Nach erfolgreichem Debüt in Frankfurt, wo sie im Oktober in 2:34:59 Elfte wurde, will die 27-jährige die 2:30-Marke angreifen.

(RP)
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