Kegeln: Kegler freuen sich auf die Regionalliga

Kegeln : Kegler freuen sich auf die Regionalliga

Für die Wülfrather Vereinigung bedeutet der Aufstieg aus der Oberliga eine ganz neue Herausforderung. Und das erfolgreiche Quartett braucht jetzt zwei weiterer Spieler, denn in der neuen Klasse gelten ganz andere Regeln.

Die Handballer des TB Wülfrath machten den Verbandsliga-Erhalt erst auf der Zielgeraden der Saison sicher, die Fußballer des 1. FC Wülfrath stecken ebenfalls mittendrin im Abstiegskampf der Landesliga. Weniger im Blickpunkt der breiten Öffentlichkeit steht die Herrenmannschaft der Keglervereinigung Wülfrath - dabei liefert sie positive Schlagzeilen.

Mit 32:10 Punkten feierten die Wülfrather die Oberliga-Meisterschaft, lieferten damit die erfolgreichste Saison ihrer seit 1951 andauernden Vereinsgeschichte und gehen in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga auf Punktejagd. "Das wird für uns alle eine ganz neue Erfahrung mit spannenden Herausforderungen", sagt Pressesprecher Thorsten Jentsch. Das fängt schon mit der Anzahl der Meisterschaftsspiele an, geht über die benötigten sechs Spieler - statt bisher vier - pro Spieltag weiter und hört bei den Fahrtkosten noch lange nicht auf. "Wir wissen, dass einiges an Arbeit und Organisation auf uns zukommt", erklärt Jentsch, der selbst zu den Leistungsträgern seines Teams zählte und auch im Vorstand mitarbeitet.

"Es ist bei uns normal, dass wir alle mithelfen", sagt der 41-Jährige, der mit Stolz und Enthusiasmus über das "Zufallsprodukt" Aufstieg erzählt. Ganz zufällig scheint das Meisterstück allerdings nicht gelungen. Zusammen mit Christoph Kahl, der im Verein zudem noch Sportwart ist, befindet sich Jentsch unter den besten drei Spielern der Saison. Zudem hat auch Klaus-Dieter Lang einen Platz unter den Top-Ten. "Es ist sicher unser Vorteil gewesen, dass wir alle seit Jahren zusammenspielen und in der Meisterschaft komplett in Bestbesetzung antreten konnten", findet Jentsch.

Auf die Homogenität will der Verein um Werner Springer, der als 2. Vorsitzender auch die gute Jugendarbeit unterstützt und vorantreibt, weiterhin Acht geben. "Bei uns wird auch weiterhin kein Geld gezahlt. Im Gegenteil, wir zahlen alle noch unsere Kugelgelder selber", erklärt Jentsch. Kugelgelder nennen die Kegler die Beiträge pro Spiel. Jentsch berichtet zwar von guten Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen, will aber noch keine Namen nennen, "Sie werden uns aber sicher weiterhelfen", betont der Vertriebsaußendienstler eines großen Wäsche-Herstellers.

Auch in der neuen Liga wollen die Wülfrather nicht zum Punktelieferanten werden. "Natürlich ist als Aufsteiger das vorrangige Ziel der Klassenerhalt", meint Jentsch, um aber gleich hinzuzufügen: "Wenn wir in der Liga Siebter oder Achter werden, dann ist es super und ein toller Erfolg." Einen Anreiz dazu hat die Keglervereinigung schon mal bekommen. Denn Bürgermeisterin Claudia Panke gratulierte in einem persönlichen Brief an Geschäftsführer Jan-Henrik Duthe zum Aufstieg und nannte die Mannschaft ein "tolles Aushängeschild" für Wülfrath. Mit besonderen Aktionen sollen neben der ersten Frau der Stadt auch weitere Kalkstädter als Fans und Zuschauer gewonnen werden. Damit die Keglervereinigung als ranghöchster Verein auch in der neuen Liga den Klassenerhalt schaffen und mit dem Anfeuerungsruf "gut Holz" viele Erfolge feiern kann.

(erd)
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