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Kanu-Club Hilden ist zufrieden mit den Erfahrungen und Ergebnissen

Kanusport : Jüngster Kanute ist der beste bei der Deutschen Meisterschaft

Der 15-jährige Hildener Daniel Geheb wird in München Sechster und kommt so in den Landeskader – es ist das beste Ergebnis für den Kanu-Club Hilden in Bayern. Der Slalomnachwuchs des KCH scheint zudem gesichert.

Nur wenige Rennen gab es im Corona-Jahr 2021 für die Sportler des Kanu-Clubs Hilden, trotzdem konnten sie ihre Motivation halten und haben immer fleißig auf die Deutschen Meisterschaften hintrainiert. Groß war die Freude, dass dieses Ereignis nun auch in München auf der Isar ausgetragen werden konnte.

Der Deutsche Kanuverband hatte in diesem Jahr auf die obligatorische Qualifizierung verzichtet, und so gingen sechs Kanuten aus Hilden an den Start. Das beste Ergebnis brachte der Jüngste der Truppe, Daniel Geheb, in der Altersklasse Jugend nach Hause. Nach einem zweiten Platz bei den Westdeutschen Meisterschaften in Dorsten und dem Start beim Deutschlandcup in Roudnice war es für den 15-Jährigen erst der dritte Wettkampf in diesem Jahr. Und ein wichtiger dazu, weil die Läufe gleichzeitig als Sichtungsrennen für die Aufnahme in den NRW-Kader gewertet wurden. Nach einem sehr guten Lauf und Platz drei im Halbfinale beendete Geheb die Meisterschaften auf dem sechsten Platz von insgesamt 53 Startern. Seine tolle Leistung auf der gewöhnungsbedürftigen Strecke wurde mit der Aufnahme in den Kader des Kanuverbandes NRW belohnt, und er darf mit seinem früheren Vereins- und jetzigem Landestrainer Björn Behne demnächst unter anderem an einem Trainingslager auf der Olympiastrecke in Paris teilnehmen. Beim Abschluss der Saison in Bad Kreuznach stellte Geheb seine beeindruckende Form erneut unter Beweis und verpasste die Medaillenränge wegen einer Torstabberührung mit Platz vier nur knapp.

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In der Leistungsklasse war der KC Hilden in München mit Jakob Helmbrecht, Magnus Hering, Amos Uebbing, Luisa Rönn und Julia Geheb vertreten. Während es Helmbrecht und Rönn nicht ins Halbfinale schafften, endete für Hering die Meisterschaft mit durchaus strittigen 50 Strafsekunden für ein angeblich ausgelassenes Tor im Halbfinale. Uebbing, der sich im vergangenen Jahr für die Junioren-Nationalmannschaft qualifiziert hatte, erreichte erwartungsgemäß das Finale, wo er aufgrund eines Fahrfehlers den neunten Platz belegte.

Für Julia Geheb war es das erste Rennen in dieser Saison. Sie hatte Pech und fuhr in beiden Qualifikationsläufen um Sekundenbruchteile an der Halbfinalteilnahme vorbei. „Trotz der eher schwierigen Bedingungen und einiger ärgerlicher Fehler sind wir dennoch zufrieden“, bilanzierte die junge Sportlerin für das Team. „Jeder hat sein Bestes gegeben und konnte viel aus sich herausholen. Auch wenn nicht alle Ergebnisse den Erwartungen entsprachen und zum Teil eher ernüchternd waren, hat jeder tolle Läufe auf dem Wasser gezeigt. Diese Erfahrung nehmen wir mit in die nächste Saison.“

Als Schülertrainierin des KC Hilden freut sich Julia Geheb, dass aus Sommerferienkursen einige Kids für den Slalomsport begeistert werden konnten und nun behutsam an den Tanz auf den Wellen herangeführt werden. Aktuell trainieren acht Schülerinnen und Schüler in der Altersklasse C, eine in der Altersklasse B und vier in der Altersklasse A für die kommende Saison. Der Slalomnachwuchs scheint gesichert.

Die A-Schüler Linus Eckermann (12 Jahre) und Jasper Claus (13), die schon etwas länger dabei sind, durften sich bereits auf den Deutschen Schülermeisterschaften in Schwerte beweisen. Eckermann, der aus dem Wanderfahrerbereich kommt und über wenig Wettkampferfahrung verfügt, lieferte eine solide Leistung ab. Für Claus waren die Schülermeisterschaften das Highlight des Jahres, er konnte sich mit einer guten Leistung in die Talentfördergruppe des Kanuverbandes NRW paddeln. Dass es trotz des starken Auftrittes nur für einen Platz im hinteren Mittelfeld reichte, sei der extrem starken Konkurrenz geschuldet, konstatiert seine Vereinstrainerin Julia Geheb.