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HSG Adler Haan will Klassenerhalt bestätigen

Handball : HSG Adler Haan will Klassenerhalt bestätigen

Rein sportlich bleiben die Haaner Handballerinnen bis zum Abbruch der Corona-Saison den Nachweis der Regionalliga-Reife schuldig. Das will die Mannschaft von André Wernicke in dieser Spielzeit nachholen.

„Jetzt geht es am Wochenende endlich wieder los. Meine Mädels wollen nach rund halbjähriger Pause unbedingt wieder um Punkte spielen“, sagt André Wernicke, Trainer des Frauen-Regionalligisten HSG Adler Haan. Mit der Vorbereitung ist er nur bedingt zufrieden. Das lag vor allem am Hallenproblem in Haan. „Die Halle an der Adlerstraße blieb aufgrund der Corona-Pandemie lange Zeit geschlossen. Zudem ist das Harz-Problem trotz langer Diskussionen immer noch nicht gelöst. Das alles führte dazu, dass wir in der Vorbereitung fast nur Auswärtsspiele, zumeist gegen Verbands- oder Oberligisten mit wechselndem Erfolg bestritten“, erläuterte der HSG-Coach.

Trotz der eher durchwachsenen Vorbereitunsphase geht Wernicke optimistisch in die neue Saison. „Meine Mannschaft ist topfit, alle Spielerinnen des gegenüber der vergangenen Saison leicht veränderten Kaders brennen auf einen Einsatz.“ Der Haaner Coach nennt das Ziel: „Wir wollen besser abschneiden als im ersten Regionalligajahr. Wir wollen uns rechtzeitig den Klassenerhalt sichern.“ Er erinnert an die vergangene Spielzeit, die aufgrund der Pandemie vorzeitig beendet wurde. Da wurde der Aufsteiger nur Vorletzter und wäre eigentlich direkt wieder abgestiegen. Weil es wegen Corona jedoch keine Absteiger gab, blieb das Haaner Team in der vierthöchsten Spielklasse. Gleichwohl betont Wernicke: „Ich bin der Ansicht, dass wir bei einem normalen Verlauf der Saison den Klassenerhalt geschafft hätten, da wir bis zum Saisonende gegen Mannschaften gespielt hätten, wo wir die notwendigen Punkte hätten holen können.“ Für ihn steht fest, dass das Adler-Team trotz des Durchschnittsalters von gerade einmal 21 Jahren über die notwendige Qualität verfügt, in der Nordrheinliga spielerisch und kämpferisch mithalten zu können. „Das wollen wir in der kommenden Saison beweisen.“

Da die bisherige Torhüterin Chiara Siegmund den Verein in Richtung des Oberligisten TV Witzhelden verlassen hat, mussten sich die Adler um eine weiter Torhüterin neben Silja Kasper bemühen. Durch einen Zufall ergab sich, dass die bisher für einen Oberligisten in Karlsruhe spielende Annika Krauße aus privaten Gründen ins Rheinland zog. „Wir bekamen eine Empfehlung und verpflichteten sie. Jetzt haben wir wieder ein starkes Torhüter-Duo“, ist Wernicke froh, dass er diese Schlüsselposition gut besetzt hat.

Weitere Zugänge sind Linksaußen Jolina Schock und Svenja Hoge, die im rechten Rückraum ihre Stärken hat – beide kommen vom HSV Wuppertal. Zudem stößt aus der A-Jugend Janne Uteg zum Kader. Weitere talentierte A-Jugendliche aus der Jugend-Regionalliga-Mannschaft sollen an den Kader herangeführt werden. Einiges erwartet der Adler-Coach von Katrin Müller, die bisher für den Oberligisten TVBeyeröhde spielte.

Zu den Abgängen gehört neben Chiara Siegmund mit Clara Engel eine weitere wichtige Spielerin, die sich dem Drittligisten Fortuna Düsseldorf anschloss. Vorerst nicht zur Verfügung stehen verletzungsbedingt Chantal Frenzel und Luisa Heinen.

 Am Samstag um 19.30 Uhr (Halle Adlerstraße) beginnt mit der Partie gegen den TuS Königsdorf die Saison für die Haaner Handballerinnen. „Im letzten Vorbereitungsspiel bei der gleichklassigen TuRa Berkamen, das wir knapp mit 28:29 verloren, haben wir uns gut präsentiert. Wenn wir an diese Leistung anknüpfen, ist ein Sieg zum Saisonauftakt möglich“, erklärt Wernicke. Ziel sei es, in den nächsten Spielen zu punkten, um gar nicht erst in die Abstiegszone zu geraten