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Horst Bondorf hinterlässt Spuren beim VfB 03 Hilden und SV Hilden-Nord

Nachruf Horst Bondorf : „Boni“ hinterlässt Spuren beim VfB 03 und SV Nord

Der Fußballer aus Leidenschaft war in beiden Hildener Vereinen erfolgreich unterwegs: Horst Bondorf verstarb am 27. Februar 2021 im Alter von 79 Jahren.

Seine Blütezeit als aktiver Fußballer hatte er beim VfB 03 Hilden, später arbeitete er viele Jahre im Vorstand des SV Hilden-Nord mit: Horst Bondorf verstarb am 27. Februar 2021. Am 15. Oktober dieses Jahres hätte der Fußballer aus Leidenschaft seinen 80. Geburtstag gefeiert. Er hinterlässt Ehefrau Karin, mit der er 59 Jahre verheiratet war und die ihn seit seinem 21. Lebensjahr auf alle Fußballplätze der Region begleitete, sowie Tochter Claudia und Sohn Dietmar nebst Enkelkindern.

Den Höhepunkt seiner aktiven Karriere erlebte er in den 1960ern, als er als Mittelstürmer für den VfB 03 auf Torjagd ging. „Er hat sich nicht viel bewegt, wurde aber von den Außen und aus dem Mittelfeld heraus mit Bällen gefüttert“, erinnert sich Wolfgang Becker, der seinerzeit in der A-Jugend spielte und sonntags immer auf dem Platz war, um sich die Spiele der ersten Mannschaft anzuschauen.

Überhaupt waren die Stehränge an der Hoffeldstraße zu jenen glorreichen Landesliga-Zeiten des Hildener Traditionsvereins immer rappelvoll. Damals spielte Bondorf Seite an Seite mit Horst Heese, der sich später bei Eintracht Frankfurt einen Namen als Spieler und Trainer machte. Zum Team gehörten außerdem Torhüter Heini de Valck, die Tietze- und Klostermann-Brüder sowie Vorstopper Klaus Sassenroth.

1975 übernahm Horst Bondorf das Traineramt bei der ersten Herrenmannschaft des SV Hilden-Nord. Als Spielertrainer feierte er mit der Mannschaft nur ein Jahr später den Aufstieg in die Bezirksliga. Sieben Jahre fungierte er als Coach. „Wir hatten viel Freude mit ihm und der Mannschaft“, erinnert sich Wolfgang Becker, damals Geschäftsführer des SV Nord, gerne zurück. Mitte der 1980er Jahre wechselte Bondorf als Trainer zum VfB 03. Im Derby unterlag er mit seinem Team jedoch den Nordern mit 1:3. Der abendlichen Feier zum 40. Geburtstag von Wolfgang Becker blieb er danach fern. „Die Niederlage ist ihm sehr nahe gegangen“, erinnert sich sein langjähriger Freund.

Diese sensible Seite war ein Charakterzug von Horst Bondorf, eine andere sein trockener, hintergründiger Humor. Im Vorstand des SV Nord machte er seinem Sternzeichen Waage alle Ehre, galt als Mann des Ausgleichs und der leisen Töne. Als Zuschauer abseits des Spielfeldes drehte er emsig seine Runden um den Platz, um seine Nervosität abzubauen: Die Hände auf dem Rücken verschränkt, den Blick gen Boden gerichtet, wartete er auf den erlösenden Torjubel seiner Mannschaft.

Für den Norder Klub arbeitet er als Fußballobmann und als Schatzmeister, gemeinsam mit Wolfgang Becker, Nadine Handte, Heinz Benner und Karl-Heinz Kasper, erlebte unter anderem den Erfolg des Vereins in der ersten Runde des DFB-Pokals über den Freiburger SC. „Ich kenne ihn als super Sportsmann, egal ob er Trainer oder Spieler war. Für mich war er ein toller Kumpel“, sagt Becker und betont: „Er hat nie für sich, sondern immer für den Verein gearbeitet und hatte ein super Verhältnis zu seiner Familie.“