Hockey : Hockey-Krimi

Der THC Mettmann gewinnt das niederbergische Derby gegen den HC Velbert nach einem 6:8-Rückstand mit 8:7.Der Oberligist sammelt wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt.

– HC Velbert 8:7 (5:2). Tiefes Durchatmen war auf der voll besetzten Tribüne im Herrenhaus zu hören: Die Mettmanner machten nach einem Hockey-Krimi mit dem letztlich verdienten 8:7-Sieg im Derby gegen den niederbergischen Rivalen einen Riesenschritt Richtung Oberliga-Verbleib.

Schnelle 3:0-Führung

Trainer Stefan Döpp hatte alle Mann an Bord und sein Team hervorragend auf die wichtige Begegnung eingestellt. Und der THC erwischte einen Auftakt nach Maß: Armin Niedieck (3. nach Strafecke) und Holger Kolp (5. nach Musterpass von Frank Begander) sorgten mit einem Doppelschlag für das frühe 2:0. Als erneut Holger Kolp das 3:0 markiert hatte (18.), stand die Halle Kopf. Dann aber befreiten sich die Velberter vom Druck, suchten die Offensive und verkürzten ebenfalls mit einem Doppelschlag auf 2:3 (22./24.). Bei beiden Gegentreffern war THC-Keeper Nikolai Huland machtlos, seine Vorderleute hatten ihn im Stich gelassen. Die Mettmanner reagierten aber postwendend: Roland Niedieck (25.) und Holger Kolp (30.) erhöhten nach Strafecken noch vor der Pause auf 5:2.

Der zweiten Durchgang begann zwar mit einem Pfostenschuss von Tim Bonnecke (31.), doch dann übernahmen die Gäste das Kommando. Nach dem 3:5 (36.) machte sich Nervosität breit im THC-Team, das sich eklatante Abwehrschnitzern leistete, die die Velberter zunächst zum Ausgleich nutzten (51./52.). Und nur eine Minute später zeigten die sicheren Unparteiischen auf Siebenmeterpunkt, weil THC-Torwart Nikolai Huland im aktiven Abwehrgeschehen seine Gesichtsmaske verloren hatte – regelwidrig. Die Gäste gingen 6:5 in Führung.

Doppelschlag von Armin Niedieck

Die Mettmanner zeigten aber gute Moral und bäumten sich gegen die drohende Niederlage auf. Vor allem Mittelfeld-Ass Henrik Schwarzinger riss seine Nebenleute förmlich mit, gab mit seinen Sololäufen das Signal zum Endspurt. Das 6:6 durch Holger Kolp (56.) und der Doppelschlag von Armin Niedieck (57./58. nach Strafecken) zur vorentscheidenden 8:6-Führung machte aus dem Herrenhaus ein Tollhaus. Das Velberter 7:8 fiel erst mit der Schlusssirene.

Der mitgenommene Trainer Stefan Döpp musste auch erst einmal durchatmen, bevor er bilanzierte: „Dieser Erfolg bringt uns nicht nur wegen der drei Punkte weiter. Heute standen wir als Mannschaft mit Siegermentalität auf dem Platz. Das hat uns den knappen Erfolg verdientermaßen beschert.“ Mit einer anhaltenden La-Ola-Welle bedankten sich die Spieler bei ihren Fans für die Unterstützung.

(RP)
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