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Volleyball: HAT-Volleyballer bauen junge Kräfte ein

Volleyball : HAT-Volleyballer bauen junge Kräfte ein

Nach etlichen Abgängen treten die Hildener in der Verbandsliga mit einer neuformierten Mannschaft an. Trainer Martin Leppich freut sich vor allem auf den Nachwuchs aus den eigenen Reihen, der das Spiel beleben soll.

In der vergangenen Spielzeit brachten die Volleyballer der Hildener den direkten Verbleib in der Verbandsliga erst in einem spannenden Saisonfinale unter Dach und Fach. Der Erhalt der ersten Mannschaft war in den Wochen danach ungewiss, eine Kooperation mit der SG Langenfeld stand im Raum. "Wir haben einige Male gemeinsam trainiert, dann hat sich aber recht schnell abgezeichnet, dass wir selbst genügend Leute zusammenbekommen", berichtet Martin Leppich. Für den HAT-Coach war besonders wichtig, dass sechs Akteure aus der zweiten Mannschaft ihre Bereitschaft erklärten, dauerhaft in der Erstvertretung mitzuspielen.

Für Leppich selbst ein wichtiger Grund, das Traineramt weiter zu bekleiden. "Natürlich mag ich die Jungs", sagt er mit Blick auf die erfahrenen Volleyballer im Team, doch er stellt zugleich fest: "Aber ich will auch eine Perspektive sehen und freue mich jetzt, dass ich die jungen Spieler weiterentwickeln kann." Während die Hildener sich auf die eigenen Kräfte besannen, ging die SG Langenfeld derweil eine Spielgemeinschaft mit der TSG Solingen ein, die im Sommer ebenfalls arge personelle Probleme vermeldete. Bereits am zweiten Spieltag treffen die HAT-Volleyballer auf die Konkurrenz aus der Nachbarschaft.

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  • Jan Hojer.⇥RP-Foto: Archiv/Köhlen
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Die Hildener haben einige Abgänge zu verkraften. Als Zuspieler steht derzeit nur Adrian Schoben zur Verfügung. Martin Gezork tritt altersbedingt kürzer, Oliver Hüllenkremer hat nun als Co-Trainer der HATFrauenmannschaft alle Hände voll zu tun. "Er kann bei uns keine einzige Trainingseinheit mitmachen, kommt deshalb nur noch im absoluten Notfall zum Einsatz", sagt Leppich. Und betont: "Wir sind noch auf der Suche nach einem weiteren Zuspieler, brauchen auf dieser Position auf jeden Fall eine Lösung."

Auf der Diagonalen wirft Volker Hütz seine ganze Erfahrung in die Waagschale. Ergänzung findet er in Niklas Pfersdorf, der als HAT-Eigengewächs gleichzeitig die Spielberechtigung für eine Kölner U 20-Jugend-Oberliga-Mannschaft hat, mit der er um die Westdeutsche Meisterschaft kämpfen will.

Im Mittelblock stehen weiterhin Götz Fellrath und Ewout Bousmann zur Verfügung. Weil jedoch beide Spieler beruflich stark eingespannt sind, rechnet Leppich immer wieder mit Ausfällen. Deshalb ist der Coach froh, mit Philipp Kohl jetzt eine ambitionierte Nachwuchskraft im Kader zu haben. Der 19-Jährige "ist sehr fleißig und arbeitet sehr akribisch", lobt Leppich. Nichtsdestotrotz stellt er fest: "Ein vierter Mittelblocker wäre wünschenswert."

Im Außenangriff kann Leppich zumindest auf zwei bewährte Akteure bauen. Guido Baum, der sich in den vergangenen Wochen vor allem mit Beach-Volleyball fit hielt, nimmt zwar erst in dieser Woche wieder am Training teil, doch seine Qualitäten sind unumstritten. Der 18-jährige Philip Rohrschneider aus der zweiten Mannschaft hatte zuletzt bereits mehrere Einsätze auf Verbandsliga-Ebene. Dazu kommen Yanick Schnathorst (17), der mit einem Gardemaß von 1,90 Meter beeindruckt, und Freddy Schmidt (19). Krischan Ziem und Lars Krüger unterbrachen hingegen ihre Volleyball-Karriere.

Als Libero fungiert erneut Torsten Drach. Damit kann Leppich mit elf Akteuren arbeiten, kündigt aber weitere Verpflichtungen an. "Uns fehlt noch der zweite Zuspieler. Und dann wollen wir noch einen Mittel- und Außenangreifer mit Erfahrung bekommen." Das Ziel ist auch diesmal wieder der Klassenerhalt. "Verbandsliga ist ganz ordentlich für Hilden - mehr geht nicht", stellt der Trainer kurz und bündig fest.

(RP)